Der Basler Pharmakonzern Novartis und dessen Chef Vasella waren in den letzten Monaten ins Visier von militanten Tierschützern geraten. Mit immer drastischeren Mitteln demonstrierten sie gegen Tierversuche. Unter anderem steckten sie ein Jagdhaus Vasellas in Österreich in Brand und schändeten das Grab von Vasellas Mutter.

"Auf Bundesebene ging bis anhin viel zu wenig", wiederholte Vasella im Interview vom Samstag seine frühere Kritik an den Bundesstellen. Dagegen nähmen die kantonalen Behörden die Angelegenheit sehr ernst und seien hilfsbereit.

"Man kann die Kantone doch nicht alleine lassen, wenn unsere Gesetze mit Füssen getreten werden", sagte Vasella. Es brauche eine Koordination mit anderen Staaten - "diese Terrorgruppen sind international tätig."

Auch die kantonalen Behörden von Basel sehen sich nicht als die geeignete Stelle für die Fälle. Die Basler Staatsanwaltschaft stellte vor einer Woche bei Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf den Antrag, das Dossier an eine Bundesstelle wie etwa die Bundesanwaltschaft abzugeben.

Das Schreiben der Basler werde beantwortet, sagte Brigitte Hauser, Sprecherin des Eidg. Justiz- und Polizeidepartementes, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Das sei aber noch nicht geschehen.