Bei den Raketen habe es sich wahrscheinlich um Boden-Boden-Raketen vom Typ KN-02 gehandelt, die bis zu 120 Kilometer weit fliegen können, hiess es unter Berufung auf Regierungsbeamte in Seoul.

Militärexperten vermuteten, dass es sich möglicherweise um Raketentests im Rahmen von Truppenübungen gehandelt habe. Es werde aber nicht ausgeschlossen, dass die Raketenabschüsse einer "Demonstration der Stärke" dienen sollten.

Die jüngsten Raketenstarts erfolgten zu einem Zeitpunkt, da Nordkorea selbst neue Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der Gespräche über sein Atomwaffenprogramm geweckt hat.

Bei einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao in Pjöngjang vor einer Woche zeigte sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il bereit, die sogenannten Sechs-Länder-Gespräche (Nordkorea, USA, China, Südkorea, Japan und Russland) fortzusetzen.

Allerdings machte Kim nach chinesischen Angaben die Wiederaufnahme von Fortschritten in bilateralen Gesprächen mit den USA abhängig.

US-Aussenministerin Hillary Clinton, die bei ihrem Besuch in Belfast von den Raketenstarts erfuhr, sagte, die Ziele der USA blieben dieselben. Die koreanische Halbinsel müsse atomwaffenfrei sein. Die Beratungen gingen trotz der Raketenabschüsse weiter.

Russland reagierte "mit Befremden und Bedauern" auf die erneuten nordkoreanischen Raketentests. "Diese Versuche kommen zu einer Unzeit, weil gerade Versuche zu einer Wiederaufnahme diplomatischer Gespräche laufen", teilte das Aussenministerium in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Erst vor kurzem hatte Russland wegen des jüngsten Atomtests in Nordkorea seine Luftabwehr im Grenzgebiet zum kommunistischen Nachbarland verstärkt.