Nordkorea

Nordkorea macht Atom-Verhandlungen von Gesprächen mit USA abhängig

Gruppenbild während Besuch von Wen Jiabao

Gruppenbild während Besuch von Wen Jiabao

In den Bemühungen um eine Wiederaufnahme der internationalen Verhandlungen über Nordkoreas Atomprogramm ist Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao kein Durchbruch gelungen.

Militärmachthaber Kim Jong Il machte bei Wen Jiabaos Besuch in Pjöngjang eine Rückkehr zu Sechs-Parteien-Gesprächen vielmehr von Fortschritten in bilateralen Gesprächen mit den USA abhängig. Nach seiner dreitägigen Visite anlässlich des 60. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen kehrte Wen Jiabao nach Peking zurück.

In einer ersten Reaktion sagte der Sprecher des Aussenministeriums in Washington, Ian Kelly, die USA seien weiterhin bereit, "im Rahmen des Prozesses der Sechs-Parteien-Gespräche" bilaterale Kontakte mit Nordkorea zu pflegen.

Die USA seien sich mit den anderen vier Teilnehmern China, Südkorea, Japan und Russland einig, dass der Sechs-Parteien-Prozess "der beste Mechanismus" sei, um eine nuklearwaffenfreie koreanische Halbinsel zu erreichen.

Nordkorea hatte die Sechser-Gespräche über eine Beseitigung seines Atomwaffenprogramms im April aufgekündigt und im Mai einen zweiten unterirdischen Atomtest unternommen.

Nach südkoreanischen Medienberichten treibt Nordkorea den Wiederaufbau seiner umstrittenen Atomanlagen in Yongbyon voran. Es gebe Anzeichen dafür, dass die Wiederaufbauarbeiten in der Endphase seien, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Regierungskreise.

Die Atom-Wiederaufarbeitungsanlage in dem Atomkomplex sei offensichtlich im Mai wieder gestartet worden. In der Anlage lässt sich Plutonium aus Kernbrennstäben zurückgewinnen. Nordkorea hatte ursprünglich zugesagt, die Anlage ausser Betrieb zu nehmen, diesen Schritt dann aber später rückgängig gemacht.

Eine Rückkehr sei "abhängig vom Ausgang der Diskussionen mit den USA", zitierte ihn die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Das feindliche Verhältnis zwischen beiden Seiten "sollte durch die bilateralen Gespräche unbedingt in friedliche Beziehungen umgewandelt werden".

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