Nordkorea

Nordkorea bleibt bei Absage an Atomgespräche

Südostasiatische Sicherheitskonferenz

Südostasiatische Sicherheitskonferenz

Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm bleiben die Fronten hart. Dies zeigte sich an der Südostasiatischen Sicherheitskonferenz auf Phuket. Pjöngjang hielt am Nein zu den Sechser-Gesprächen fest, die USA warnten vor den Folgen des Atomprogramms.

Auf der Sicherheitskonferenz auf der thailändischen Insel waren 26 Aussenminister vertreten, darunter die der zehn Mitglieder der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN.

Der Vertreter des nordkoreanischen Regimes wies das von den USA angebotene umfassende Paket mit Anreizen zum Abbau seines umstrittenen Atomprogramms zurück. Der Diplomat Ri Hong Sik bekräftigte auf der thailändischen Insel, dass die so genannten Sechser-Gespräche nicht fortgesetzt werden.

Das Regime in Pjöngjang hatte im April seinen unwiderruflichen Rückzug von den seit 2003 laufenden Sechs-Parteien-Gesprächen über den Abbau des Atomwaffenprogramms erklärt.

Das kommunistische Land reagierte damit auf die Verurteilung des Starts einer nordkoreanischen Langstreckenrakete durch den UNO-Sicherheitsrat. An den Sechs-Parteien-Gesprächen waren ausser Nordkorea und den USA auch China, Südkorea, Japan und Russland beteiligt.

US-Aussenministerin Hillary Clinton äusserte am Rande des Treffens in Phuket Bedauern, dass Nordkorea "keine Bereitschaft bekundet, den Weg der Denuklearisierung zu gehen". Die USA hatten ein Paket mit Anreizen für Nordkorea vorgeschlagen.

Clinton zeigte sich auch besorgt, dass Nordkoreas Streben nach Atomwaffen einen Rüstungswettlauf in Asien auslösen könnte.

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