Dies teilten Vertreter beider Parteien am späten Donnerstagabend mit. Bei der Reform geht es um die Verlagerung von Zuständigkeiten bei Polizei und Justiz von Grossbritannien nach Nordirland. Unter anderem erhält Nordirland zum ersten Mal einen eigenen Justizminister.

Mit der Einigung wird auch das Karfreitags-Friedensabkommen von 1998 gefestigt, durch das die zuvor drei Jahrzehnte andauernden Unruhen in Nordirland beendet wurden. Ein Scheitern hätte zu einem Wiederaufflammen der Gewalt und zu vorgezogenen Wahlen führen können.

In die seit zwei Wochen dauernden Beratungen hatten sich auch der britische Premierminister Gordon Brown und sein irischer Kollege Brian Cowen eingeschaltet. Einer der Hauptstreitpunkte war die Frage, wann die Zuständigkeiten wechseln sollten. Umstritten war auch eine für die Protestantenmärsche verantwortliche Kommission.

Sinn Fein tritt für einen Anschluss Nordirlands an die Republik Irland ein, während die DUP für den Verbleib in Grossbritannien einsteht.