Subingen
Noch ist die Freude ungetrübt

«Erfreulich, mit einigen Kratzern». So fasst Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold die Subinger Rechnung zusammen. Denn am Steuerhorizont ahnt er Gewitterwolken.

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Sparrunde hat sich bezahlt gemacht

Sparrunde hat sich bezahlt gemacht

Solothurner Zeitung

Christof Ramser

Von einem guten Resultat sprach Urs Baumgartner während der Präsentation der Rechnung. Es war die letzte, die er in seinem Amt als Präsident der Rechnungsprüfungskommission dem Subinger Gemeinderat vorstellte. Aber sicher nicht die schlechteste: 428 000 Franken Gewinn schreibt die Gemeinde im letzten Jahr. Budgetiert waren rund 237 000 Franken Minus.

Die grosse Abweichung erklärt sich einerseits durch weniger Ausgaben beim Betriebskostenbeitrag an den Zweckverband Kreisschule Wasseramt Ost. Andererseits ist der Steuerertrag bei den natürlichen Personen höher.

Ingold hebt den Mahnfinger

Bei den juristischen Personen resultiert allerdings ein Minderertrag. Dort sind auch die erwähnten Kratzer zu orten. «Wenn es mit der Konjunktur so weitergeht, kommen wir in Liquiditätsengpässe», sagte Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold und erhob den Mahnfinger. Denn die Steuerzahlungsmoral werde zusehends schlechter - Vorbezüge und Abgaben an den Fiskus werden einfach nicht bezahlt. Noch immer seien 10 Prozent aller Steuern aus dem Jahr 2007 ausstehend. Ingold monierte, dass unter den Säumigen auch Behördenmitglieder zu finden seien und machte klar: «Das geht nicht». Ein Mittel sei, das Gespräch mit den Betroffenen zu suchen. Der Rat verabschiedete die Rechnung schliesslich einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung.

Vandalen stören Dorfchilbi

Das bereits verabschiedete Polizeireglement heisst neu Ordnungsreglement. Dieser Name sei passender, befand eine knappe Mehrheit im Rat. «Auch wenn es manchmal gut wäre, die harte Tour zu fahren, angesichts dessen, was im Dorf passiert», sagte Gemeindepräsident Ingold. Er kritisierte den Vandalismus an der vergangenen Dorfchilbi scharf. Da wurde offenbar in Gärten uriniert, Material beschädigt und die Kugel beim Kreisel versprayt. «Das wollen wir bei uns im Dorf nicht». Zwar hätten sich die Sprayer entschuldigt, trotzdem sei es unbegreiflich, dass 5 Prozent aller Besucher die positive Festbilanz trübten.

Ganz auf Feste verzichten will man in Subingen deswegen aber nicht. So soll auf Antrag der Kultur- und Sportkommission auch dieses Jahr eine kombinierte 1.-August-Feier/Jungbürgerfeier stattfinden - allerdings mit verändertem Konzept. Demnach soll die Feier vor dem Abend zu Ende sein, zudem soll auch der beliebte Brunch wieder durchgeführt werden. Mit dem vorgelegten Konzept gab sich Gerhard Ludäscher (CVP) nicht zufrieden. Es bleibe unklar, wie viele Personen erwartet würden, oder wer ein allfälliges Defizit trüge. «Das ist alles zu vage». Der Rat schickte das Konzept zurück an die Kommission mit dem Auftrag, die Organisation zu verfeinern.