Stelzer

Noch fehlt ein fünfter Kandidat für Oetwiler Exekutive

Peter Stelzer. zvg

Peter Stelzer

Peter Stelzer. zvg

Freude am Amt, aber zu we-nig Zeit für die Aufgabe: Der Oetwiler SVP-Gemeinderat Peter Stelzer verzichtet entgegen ersten Aussagen auf eine Wiederkandidatur. Seine Partei will dennoch die Mehrheit in der fünfköpfigen Exekutive.

Matthias Kessler

Er habe sich den Entscheid nicht einfach gemacht, sagt Peter Stelzer, für die SVP im Gemeinderat von Oetwil, zum Rückzug seiner Wiederkandidatur für die Erneuerungswahlen vom 31. Januar 2010. «Schliesslich», so Stelzer, «hat mir der Job Spass gemacht.» Aber seine berufliche Situation erfordere eine grosse Flexibilität, und dies, obwohl er eigentlich nur noch ein 40-Prozent-Pensum inne und das Pensionsalter erreicht habe.

Aber in Zeiten der Wirtschaftskrise wolle er seinen Arbeitgeber nicht hängen lassen; es würden derzeit oft kurzfristig Sitzungen anberaumt, wodurch eine Koordination mit
den Gemeinderatsterminen sehr schwierig geworden sei.

Eingeschränkte Kreativität

In seiner Funktion als Sicherheitsvorstand sei für ihn die Zusammenarbeit mit den Polizeikorps stets positiv gewesen, sagt Stelzer. Als Erfolg erachte er die Einführung von Tempo 30 in den Quartieren, und ganz generell habe er den Kontakt mit den verschiedensten Menschen sehr geschätzt. Als schade habe er hingegen jeweils den schlechten Besuch der Gemeindeversammlungen empfunden; insbesondere junge Leute nähmen kaum teil.

Zudem schränkten die hohen gebundenen Ausgaben die Gemeinden in ihrer Kreativität stark ein. Habe sich seine berufliche Situation entspannt, könne er sich dennoch vorstellen, wieder für ein öffentliches Amt zu kandidieren, so Stelzer.

Ursprünglich hatte Stelzer mit zwei anderen Bisherigen, Gemeindepräsident Paul Studer (FDP) und Bauvorstand Walter Bühler (SVP), eine weitere Amtszeit in der fünfköpfigen Oetwiler Exekutive angehen wollen; Angelica Slongo Mohr (FDP) und Erich Häfliger (seit der Auflösung des Vereins Pro Oetwil parteilos) ihrerseits hatten den Rücktritt aus der fünfköpfigen Exekutive erklärt. Nun gilt es für die Parteien, eine zusätzliche Vakanz zu regeln.

Die SVP mit Rico Frei

Die FDP will den Sitz von Slongo Mohr mit Bezirksparteipräsidentin Karin Boog verteidigen (siehe dazu Ausgabe vom Sonntag); Ansprüche auf einen zusätzlichen Sitz erheben die Freisinnigen nach Aussage von Parteipräsident Peter Mohr nach dem Rückzug Stelzers nicht. Auf der Suche nach Kandi-daten teilweise fündig gewor-den ist man mittlerweile auch bei der Stelzers Partei, der SVP:

Laut Parteipräsident Peter Ohnsorg schlägt der SVP-Vorstand der Mitgliederversammlung Rico Frei zur Nomination vor. Frei, 54-jährig, stammt aus einer alteingesessenen Oetwiler Familie. Er leitet den Werkhof einer Bauunternehmung, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Mit einer weiteren Person ist die SVP laut Ohnsorg «in sehr konkreten Gesprächen» für eine Kandidatur. Kommt diese Kandidatur zustande, könnte die SVP die Mehrheit im Rat erringen.

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