Fussgänger-Sicherheit

Nirgends in Europa sind Zebrastreifen so gefährlich wie in Lugano

Nicht alle Fussgängerstreifen sich sicher (Symbolbild)

Nicht alle Fussgängerstreifen sich sicher (Symbolbild)

Fussgänger leben gefährlich, insbesondere auch in Lugano. Der an der Kreuzung zwischen Via San Gottardo und Via Genzana gelegene Zebrastreifen kam in einem europäischen Fussgängerstreifentest mit der Bewertung «sehr mangelhaft» auf den Schlussrang, wie der TCS am Dienstag mitteilte.

Kritisiert wurde insbesondere das Fehlen von Lichtsignalen. Als völlig ungenügend eingestuft wurde die Sichtbarkeit sowohl am Tag als auch nachts, weil rechts abbiegende Fahrzeuge Fussgänger kaum erkennen können.

Der TCS hatte sich zusammen mit 16 Partnerclubs am 3. Internationalen Fussgängerstreifentest beteiligt. Getestet wurden 270 Fussgängerstreifen in 18 europäischen Städten, 15 in jeder Stadt. In der Schweiz fiel die Wahl auf Lugano.

Auch in anderen europäischen Städte gibt es unsichere Zebrastreifen. Fast jeder fünfte der getesteten Übergänge schnitt laut TCS schlecht ab. Immerhin verdiente rund die Hälfte der Fussgängerstreifen das Prädikat gut; jeder dritte wurde als genügend taxiert.

Laut TCS verunglückt in Europa jeder vierte tödlich Verunfallte auf einem Fussgängerstreifen. Deshalb sei eine einheitliche Gestaltung ebenso wichtig wie Verbesserungen bei der Signalisierung und der Markierung. Die Fussgänger müssten für die Autofahrenden gut sichtbar sein.

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