Studie

Niederstamm-Plantagen auf dem Vormarsch - Wandel rasant

Niederstamm-Plantage im Thurgau (Archiv)

Niederstamm-Plantage im Thurgau (Archiv)

Staatsbeiträge retten den Obstanbau mit Hochstamm-Bäumen nicht: Kaufen Grossverteiler und Kundschaft Obst ab Hochstämmern künftig nicht zu kostendeckenden Preisen, überleben innert fünf Jahren fast nur Niederstamm-Plantagen. Das zeigt eine Potenzial-Analyse auf.

Blühende grosse Obstbäume prägen das Landschaftsbild der Jurahügel in der Region Basel. Diese liefern über die Hälfte der Schweizer Tafelkirschen und über zwei Drittel der Industriekirschen, zumeist ab Hochstammbäumen. Diese werden laut der Baselbieter Studie jedoch verdrängt von Niederstamm-Plantagen.

Weil vier von fünf Baselbieter Bauern noch Hochstämmer haben, hat der Kanton zusammen mit Hochstamm Suisse das Potenzial der alten Anbauform untersucht. Der Trend geht definitiv zum billigeren und sichereren Niederstamm-Anbau, dessen grössere Früchte auch höhere Preise erzielen. Das Tempo dieses Wandels hängt vom Markt ab.

Die Studie erwartet einen Rückgang der Hochstamm-Kirschbäume in der Nordwestschweiz um etwa einen Drittel. Fährt der Grosshandel Hochstamm-Kirschen herunter, dürften auch bei guter Vermarktung über die Hälfte der Hochstämmer fallen.

Gelingt auch nicht, eine solche alternative Vermarktung mit kostendeckenden Preisen aufzuziehen, dann bleiben nur Lokal- und Direktvermarktung.

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