Essen
Nicht wegwerfen! 7 Tipps gegen die Verschwendung von Essen

Über 30 Kilo geniessbare Lebensmittel wirft jeder Schweizer pro Jahr in den Kehricht. Das ist zuviel. Sieben Vorschläge, wie sich der Müllberg reduzieren liesse.

Florian Bissig
Merken
Drucken
Teilen
Viel zu viel an Lebensmittel wird weggeschmissen. (Symbolbild)

Viel zu viel an Lebensmittel wird weggeschmissen. (Symbolbild)

Keystone

In der Schweiz geht es uns zu gut. Das lässt sich an der Zusammensetzung unseres Kehrichts ablesen. Die Abfallmenge einer Gesellschaft korreliert mit dem Wohlstand. Volle 15 Prozent des Inhalts der Kehricht-Säcke sind Lebensmittel, die eigentlich noch geniessbar wären. Dies zeigt die Studie des Bundesamts für Umwelt (Bafu), die kürzlich vorgestellt wurde. Was kann jeder und jede Einzelne tun, um möglichst wenig unnötigen Lebensmittelabfall zu produzieren?

1. Kaufen Sie nicht mehr ein, als Sie essen können. Das ist einfacher gesagt als getan. Die Planung mit Kochbuch und Einkaufszettel hilft dabei. Für beides gibt es Apps, zum Beispiel die kostenlosen Apps „Kochbuch" und „ShopShop".

2. Widerstehen Sie dem Sonderangebot: Oft locken Familienpackungen oder Multipacks mit einem Mengenrabatt. Bedenken Sie: Wenn das Multipack nicht fertig verbraucht wird, ist die Ersparnis dahin.

3. Kontrollieren Sie die Bestände: Behalten Sie den Überblick im Kühlschrank und in der Vorratskammer - so geht Ihnen kein Ablaufdatum durch die Lappen. Und: Zuerst aufessen, was da ist! Richten Sie Ihren Menüplan nach den Haltbarkeitsdaten der Lebensmittel.

4. Verwenden Sie die Resten: Aus Käseresten werden Käseschnitten, aus Früchten wird Milchshake, aus den Nudeln ein Auflauf, aus dem Wein eine Salatsauce. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Hilfe gibts im Internet, und es gibt sogar Apps, beispielsweise den kostenlosen „Zu gut für die Tonne"-App.

5. Lagern Sie die Lebensmittel richtig: Verpacken Sie angefangene Lebensmittel gut. Die Milch gehört in den Kühlschrank. Das Brot in einen Brotsack.

6. Ignorieren Sie das Haltbarkeitsdatum: Wie die Stiftung für Konsumentenschutz nachgewiesen hat, können die meisten Produkte noch Wochen nach Ablauf des Datums gefahrlos konsumiert werden. Verlassen Sie sich auf Ihre Wahrnehmung: Schimmelpilze sehen Sie. Fäulnis riechen Sie. Und sonst schmecken Sie spätestens, falls etwas verdorben sein sollte. Ausnahmen sind Fleisch und Fisch.

7. Sollte man einmal überschüssige Lebensmittel im Haus haben, kann man sie weitergeben. Unter dem neudeutschen Stichwort Foodsharing geben Verbraucher einander Lebensmittel ab, die sie übrig haben. Das Konzept gibt es seit letztem Jahr auch in der Schweiz. Eine Plattform, die auch eine App anbietet, ist myfoodsharing. Es gibt auch Facebook-Gruppen für Foodsharing.

Bundesamt für Umwelt