«Die Welt hat sich grundlegend verändert. Die Gymnasien als Ganzes haben darauf noch keine Antwort gefunden», sagt Bildungswissenschafter Peter Bonati gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Er hat die Lehrpläne der Gymnasien untersucht. In diesen Plänen fänden sich überholte Vorstellungen von Allgemeinbildung. «Sie sind als Grundlage für eine Bildung, die auf ein Hochschulstudium vorbereiten soll, nicht mehr brauchbar.»

Zum gleichen Schluss kommt Franz Eberle, Professor für Gymnasialpädagogik. 2008 hat seine Evaluation der Maturität verschiedene Schwachstellen offenbart. Heute, zehn Jahre später, hat man sie nur teilweise angegangen. Es brauche eine tabulose Überprüfung des Fächerangebots, sagt Eberle und schlägt eine Aufwertung diverser Fächer vor, etwa Informatik, Wirtschaft und Recht sowie Erziehungswissenschaft.

Sogar die Berufsorganisationen der Gymnasialrektoren und Gymnasiallehrkräfte halten laut der «NZZ am Sonntag» eine Gesamtschau für angebracht. Zu diskutieren wäre aus ihrer Sicht etwa eine Verlängerung der Gymnasialzeit.