"Science Gateway" soll ein Knotenpunkt der wissenschaftlichen Bildung für alle Altersgruppen sein, und insbesondere jüngere Generationen für die Schönheit der Wissenschaft begeistern, teilte das Cern am Montag mit.

Das Zentrum soll Ausstellungs- und Veranstaltungsräume, sowie Labore beherbergen, in denen Kinder und Jugendliche selbst Physik-Experimente durchführen können. Schulgruppen sollen so aus erster Hand erfahren können, wie es ist, als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler zu arbeiten.

Die Ausstellungen sollen die Geheimnisse des Universums vom Kleinsten - den Elementarteilchen - bis zum Grössten - der Evolution des Weltalls - abdecken, schrieb das Cern. Auch die Teilchenbeschleuniger, Experimente und Rechnertechnologien am Cern sollen Thema sein.

Jungen kritisches Denken nahebringen

Vor allem jüngeren Besuchenden soll das Projekt die wissenschaftliche Methodik, evidenzbasierte Beurteilung, sowie kritisches Denken nahebringen - Fähigkeiten, die in allen Lebensbereichen wichtig seien, betonte Cern-Direktorin Fabiola Gianotti an einem Medienanlass zur Präsentation des "Science Gateway"-Vorhabens.

Die Bauarbeiten am neuen Gebäude sollen 2020 beginnen und 2022 abgeschlossen werden, hiess es weiter. Errichtet wird es in unmittelbarer Nähe zum "Globe of Science and Education", dem kugelförmigen Besucherzentrum des Cern. Es soll aus mehreren Elementen bestehen: einer "Brücke", die wie eine Strasse alle Elemente verbindet und sich in sechs Metern Höhe über die Route de Meyrin spannt, zwei "Tunnel", die an den unterirdischen Teilchenbeschleuniger LHC erinnern, sowie drei Pavillons. Um diese herum sollen Bäume als "Wald" gepflanzt werden.

Die Kosten für das Projekt schätzen die Verantwortlichen auf 79 Millionen Franken - der Grossteil davon für das Gebäude, der Rest für Ausstellungen und Ausstattung der Labore. Finanziert wird das Projekt komplett durch Spenden, wobei 57 Millionen Franken bereits gesichert seien, schrieb das Cern. 45 Millionen stellt allein die Fiat Chrysler Automobiles Foundation zur Verfügung. Weitere Donationen stammen von einer privaten Stiftung in Genf sowie der Loterie Romande.

https://sciencegateway.web.cern.ch/