Bahnhof Liestal

Neues Gesicht für den Bahnhof

«Uno»: Das neue Geschäftshaus der Basellandschaftlichen Kantonalbank heisst «Uno», weil es das erste von vier geplanten markanten Gebäuden auf dem Bahnhofareal ist. Im Rahmen des zweiten Quartierplans sollen die nächsten Gebäude realisiert werden. (Ale)

Bahnhof Liestal

«Uno»: Das neue Geschäftshaus der Basellandschaftlichen Kantonalbank heisst «Uno», weil es das erste von vier geplanten markanten Gebäuden auf dem Bahnhofareal ist. Im Rahmen des zweiten Quartierplans sollen die nächsten Gebäude realisiert werden. (Ale)

Die Bauarbeiten für das neue Gebäude der Basellandschaftlichen Kantonalbank und den Bushof am Bahnhof Liestal beginnen am Donnerstag. Das neue Gebäude der Bank soll im Jahr 2012 bezugsbereit sein.

Alessandra Paone

Die Warteliste der in Liestal zu realisierenden Grossprojekte ist lang. So sind zum Beispiel die Bagger für den Manorbau zwar seit einiger Zeit startbereit, auffahren durften sie aber bis jetzt nicht. Auch verzögert sich der Masterplan für «Liestal Zentrum Nord». Und das geplante Stadtobjekt auf dem Wasserturmplatz wurde vom Einwohnerrat bachab geschickt.

Nun aber endlich eine gute Nachricht: Nach jahrelanger Planungszeit beginnen Ende September die Bauarbeiten für das neue Geschäftshaus «Uno» der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) und anschliessend den Bushof am Bahnhof Liestal. Der Spatenstich erfolgt voraussichtlich am 15. Oktober.

«Die Kantonalbank setzt ein deutliches Zeichen», sagte Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der BLKB, gestern in Liestal vor den Medien. Während derzeit vielerorts Projekte aus wirtschaftlichen Gründen gestoppt würden, realisiere die BLKB ein polyvalentes Grossobjekt. Dies sei auch für die Stadt Liestal ein wichtiger Schritt. Denn durch den Neubau verändere sich das Gesicht des Bahnhofs in positivem Sinn.

Der BLKB-Neubau und der Bushof sind die ersten beiden Projekte aus dem Quartierplan 1 Bahnhofareal, die realisiert werden. Das Gesamtvolumen des Bankgebäudes beträgt knapp 35 000 Kubikmeter und umfasst vier Obergeschosse, die mit einer Fläche von je 850 Quadratmetern Platz für Büroräume bieten. Im Erdgeschoss sollen auf einer Fläche von 715 Quadratmetern Verkaufsläden entstehen.

Im 170 Quadratmeter grossen Sockelgeschoss sind die Anlieferung, das Lager sowie weitere Verkaufsflächen geplant. Motorfahrzeuge können in der unterirdischen Einstellhalle parkiert werden. Diese besitzt zwei Geschosse mit total 72 Parkplätzen und wird über das bestehende Parkhaus der BLKB erschlossen. Der Bau soll Anfang 2012 bezugsbereit sein.

Die Investitionskosten des Geschäftshauses «Uno» betragen rund 30 Millionen Franken, wofür die BLKB vollumfänglich aufkommt. Allerdings wird das gesamte Gebäude vermietet und nicht wie anfänglich vorgesehen für den Eigenbedarf genutzt. Beat Oberlin wünscht sich eine hochwertige Mieterschaft, die auch im Stande ist, Arbeitsplätze zu generieren und zu vermitteln - auch im Interesse der Stadt Liestal.

Öffentliche Hand zahlt drei Millionen

Sobald die Roharbeiten für den BLKB-Bau beendet sind - voraussichtlich im Jahr 2011 -, startet die Stadt Liestal die Hauptarbeiten für den neuen Bushof. Kernstück des Bushofs ist die neue Brücke über die Oristalstrasse. Sie wird nicht nur die bestehende ersetzen, sondern auch die heute bestehende Öffnung bis zum Perron schliessen.

Dadurch entstehen neben Flächen für die Bushaltestellen und die Fussgängerbereiche auch ein grosszügiger Vorbereich zwischen Bahnhofgebäude, Perrons und Bushof.

Zudem wird der Bushof entlang dem Neubau der BLKB fortgeführt. So entstehen sechs neue Bushaltestellen. Die Kosten für den Bushof - rund 2,5 Millionen Franken - übernimmt der Kanton. Die Stadt Liestal zahlt ihrerseits ungefähr eine halbe Million Franken für die Realisierung der Brücke und die Arbeiten am Soodweg.

Während der gesamten Bauzeit - Oktober 2009 bis Ende 2011 - bleibt der Bus- und Bahnhofbereich für den Individualverkehr vollständig gesperrt. Für Busse und Taxis sowie Anstösser und Lieferanten ist die Baustelle jedoch befahrbar. Die Kurzzeitparkplätze für die Bahnhofskunden werden auf den Emma Herwegh-Platz verlegt.

Wie auch die P+Rail-Plätze werden diese im Gegenverkehr über den Soodweg erschlossen. Letzterer bleibe als Erschliessungsstrasse immer offen, versichert Martin Hofer, Leiter des Stadtbauamts Liestal. Er müsse aber während des Baus des BLKB-Gebäudes zweimal provisorisch verlegt werden.

Aus praktischen Gründen müssen während der Bauphase die Bäume entlang des Soodwegs entfernt werden. Die Rodung beginnt am kommenden Donnerstag. Nach dem Abschluss aller Arbeiten Ende 2011 werden aber wieder Bäume gepflanzt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1