Es sei kein Zufall, dass 2010 und 2011 je ein Bär das Münstertal durchstreifte ohne den geringsten Schaden zu verursachen, teilte die Biosfera Val Müstair am Mittwoch mit. Negativbeispiel war dagegen "Problembär" JJ3, der allzu häufig in Hinterhöfen naschte. Weil JJ3 sich auch durch verschiedene Massnahmen nicht abschrecken liess, wurde er von Wildhüter erlegt.

Damals begann man im Münstertal über die Lagerung des essbaren Abfalls nachzudenken. Komposthaufen und Deponien in der Nähe von Siedlungen wurden eingezäunt oder aufgehoben, Abfalleimer bärensicher gemacht.

Bereits früher hatte man Bienenhäuser geschützt und Schutzhunde für Schafherden eingeführt. Das Bärenmanagement zeige, dass in Graubünden ein konfliktarmes Zusammenleben mit dem Bären möglich sei, schreiben die Projektverantwortlichen.