Neuer Standort für Jugendtreff

Eine ganz klare Mehrheit von 28 Ja gegen 4 Nein stimmte für das Kreditbegehren. Somit steht den Jugendlichen von Windisch und Umgebung ein neuer Treffpunkt in Aussicht.

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Aargauer Zeitung

Peter Belart

Gemeinderat Markus Heim erklärte in seinen einführenden Worten, der Jugendtreff Point müsse im Frühjahr 2010 abgebrochen werden und den Platz für die Überbauung Fehlmannmatte räumen. Er hob aber die Bedeutung eines solchen Treffpunkts hervor und betonte insbesondere dessen integrativen und animatorischen Stellenwert. Er verwies auf die Tatsache, dass auch Vereine oder Kirchen ihre Räumlichkeiten haben, und er appellierte an den Rat, die offene Windischer Jugendarbeit nicht durch ein Nein zu gefährden.

Die Nachbarn sollen mittragen

Die Diskussion verlief animiert. Dabei stellte sich kein einziger Votant grundsätzlich gegen einen Jugendtreff. Philipp Ammon (svp) setzte sich aber mit einem Zusatzantrag dafür ein, dass die Nachbargemeinden um finanzielle Unterstützung angegangen werden, insbesondere für die Deckung der Betriebskosten. Diesem Vorschlag schloss sich auch Barbara Scheidegger (cvp) an, und der Antrag wurde später einstimmig gutgeheissen.

Ruedi Kümin (evp) brachte den Gedanken ins Spiel, die Stellenprozente für Jugendarbeit deutlich aufzustocken. Max Gasser (fdp) bezeichnete die Vorlage als einen Schnellschuss. Ihm erscheint der Standort nicht optimal, es fehle ein Betriebskonzept, und auch er forderte eine Beteiligung der Nachbargemeinden, deren Jugendliche sich ja auch am neuen Treffpunkt einfinden werden.

Gizella Erdös trat jeglicher Skepsis mit Vehemenz entgegen. Wenn die Vorlage jetzt nicht angenommen werde, sei der ganze Jugendarbeit-Aufbau gefährdet. «Im Treffpunkt erhöhen die jungen Menschen ihre Sozialkompetenz; sie verbessern das Zusammenleben», beschwor Erdös den Rat, und sie sagte: «Ein Ja zu dieser Vorlage ist ein Ja zur Jugend und zur Jugendarbeit.»

Walter Tschudin (fdp) stellte die Frage nach der Gesetzmässigkeit der Vorlage: «Was ist, wenn die Baubewilligung nicht erteilt wird?» Das Areal befinde sich ausserhalb der Bauzone. Markus Heim antwortete: «Das Baugesuch wird erst nach dem Ja des Einwohnerrates eingereicht. Ich bin aber überzeugt, dass es gelingen wird.»

Schliesslich hielt Tonja Zürcher (sp) fest, dass die Wegbeleuchtung von den Wohnquartieren zum Schützenhaus nicht gerade optimal sei. Sie stellte den Antrag, diesen Umstand zu überprüfen und eine kostengünstige Ausführung ins Auge zu fassen. Der Einwohnerrat lehnte diesen Antrag aber mit zwei Stimmen Unterschied ab.

In der Schlussabstimmung erhielt der gemeinderätliche Vorschlag die eingangs erwähnte deutliche Unterstützung.