Jemen - Schweiz

Neuer Hilferuf der Schweizer Geisel in Jemen per Video-Botschaft

Aufnahme jemenitischer Stammesmitglieder - Noch immer ist eine Schweizerin im Jemen in Geiselhaft (Symbolbild)

Aufnahme jemenitischer Stammesmitglieder - Noch immer ist eine Schweizerin im Jemen in Geiselhaft (Symbolbild)

Die in Jemen entführte Schweizerin hat den Bundesrat in einer Video-Botschaft erneut um Hilfe für ihre Freilassung gebeten. Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte die Existenz des Videos, über das die «SonntagsZeitung» berichtete.

"Das EDA hat Kenntnis von einem solchen Video", schrieb EDA-Sprecher Tilman Renz in einer Stellungnahme. Weitere Angaben, auch zum Inhalt der Botschaft, könnten "im Interesse der Sicherheit der Geisel" nicht gemacht werden, hiess es.

Renz fügte an: Der unter der Leitung des EDA stehende Krisenstab des Bundes unternehme alles in seiner Macht stehende, "um die sichere Freilassung der Geisel bei guter Gesundheit zu erreichen".

Gute Behandlung

Es ist das zweite Lebenszeichen per Video der im März verschleppten Sprachlehrerin. Bereits im Mai war ein Video der Frau mit einem Hilferuf an die Schweizer Regierung aufgetaucht.

Die Schweizerin war Mitte März aus ihrem Haus in Hudaida am Roten Meer von Bewaffneten entführt worden. Sie arbeitete in der im Westen Jemens gelegenen Stadt für ein Sprachinstitut.

In der Video-Botschaft vom Mai hatte die Schweizerin erklärt, sie sei in den Händen von der sunnitischen Terrororganisation Al-Kaida nahestehenden Stammesmitgliedern, werde aber gut behandelt. Nach unbestätigten Angaben aus den Jemen verlangen die Geiselnehmer Lösegeld für die Entführte sowie die Freilassung von Stammesmitgliedern.

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