Steuerfussreduktion von Neuenhof: Aargauer Regierung knöpft sich die Gemeinde vor
Neuenhofs tiefer Steuerfuss: Aargauer Regierung will Aussprache

Nach der geplatzten Fusion mit Baden sucht die Gemeinde Neuenhof ihr Heil nun in einer Steuerfussreduktion. Der Kanton hat daran gar keine Freude und will eine Aussprache.

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Neuenhof

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Aargauer Zeitung

Der Termin des Treffens zwischen einer Delegation der Regierung der Gemeindeverwaltung Neuenhof steht bereits, wie Walter Mischler, Leiter der Gemeindeabteilung im Volkswirtschaftsdepartement gegenüber a-z.ch erklärt. Das Treffen werde «sehr bald» stattfinden, so Mischler. Er wird Teil der Delegation sein. Worüber der Kanton mit Neuenhof im Detail sprechen wird, will Mischler nicht erklären. Ebensowenig äussert er sich zum Datum des Treffens.

Klar ist: Die angekündigte Steuerfuss-Senkung von 115 auf 98 Prozent hat bei der Aargauer Regierung keine Freudensprünge ausgelöst. Denn der tiefe Steuerfuss wird dazu führen, dass Neuenhof schon sehr bald ein Budgetdefizit in Millionenhöhe riskiert.

Spekulationen, wonach Neuenhof deswegen schon bald vom kantonalen Finanzausgleich profitieren könnte, weist Mischler zurück. «Eine Gemeinde kann das nicht beeinflussen.» Der Steuerfuss wird bei der Bemessung nämlich gar nicht berücksichtigt. Und auch ein Budgetdefizit spielt bei der Bemessung von allfälligen Beiträgen keine Rolle. (rsn)

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