Neuenhof: Steuerfuss wurde schon Mal befohlen

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Regierungsrat Urs Hofmann steht der Neuenhofer «Vorwärtsstrategie» kritisch gegenüber, weil sie nach der geplatzten Fusion mit Baden trotz Schulden eine Steuerfusssenkung um 17% vorsieht.

«Wir werden uns gemeinsam um eine konstruktive Lösung bemühen», erklärt Regierungsrat Urs Hofmann. In dieser Woche trifft sich der Kantonsvertreter mit dem Gemeinderat Neuenhof, um dessen «Vorwärtsstrategie» zu diskutieren.

Der Neuenhofer Gemeinderat hat angekündigt, dass er per 2011 den Steuerfuss von gegenwärtig 115 auf 98% senken will. Damit will er neue gute Steuerzahler nach Neuenhof locken und hofft, dass er die Finanzen dadurch mittel- bis langfristig wieder ins Lot bringen kann.

Dass diese Rechnung letztlich aufgehen soll, daran hat auch Regierungsrat Hofmann seine leisen Zweifel. Aus seiner Sicht sei das Risiko einer Überschuldung bei einer derart massiven Steuerfusssenkung gross.

Wie kann es nun weitergehen? Die Gemeinden müssen gemäss Gesetz ein ausgeglichenes Budget vorweisen. Eine massive Überschuldung könnte den Kanton zu einer Zwangs-Verwaltung veranlassen.

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