Iran - Atomstreit

Neue Verhandlungen im Atomstreit mit Iran

Der iranische Atom-Chefunterhändler Dschalili (Archiv)

Der iranische Atom-Chefunterhändler Dschalili (Archiv)

Im Atomstreit mit dem Iran sind neue Verhandlungen für den 1. Oktober angesetzt. Wie die iranische Nachrichtenagentur Isna meldete, werden sich dann Vertreter des Iran sowie der sogenannten Sechsergruppe treffen und über das neue Gesprächsangebot aus Teheran beraten.

Zur Sechsergruppe zählen die fünf UNO-Vetomächte USA, Russland, China, Grossbritannien und Frankreich sowie Deutschland. Laut Isna einigten sich der EU-Aussenbeauftrage Javier Solana sowie der iranische Chef-Atomunterhändler, Said Dschalili, auf das Treffen.

Der Ort der Zusammenkunft wurde nicht bekannt gegeben. Das Büro Solanas in Brüssel bestätigte den Termin und teilte mit, dass Solana und Dschalili an den Gesprächen teilnehmen werden.

In der vergangenen Woche hatte der Iran sein neues Gesprächsangebot vorgelegt. Die iranische Führung pocht auf ihr Recht zur Nutzung von Atomenergie.

Mehrere westliche Staaten, allen voran die USA, verdächtigen die Islamische Republik hingegen, heimlich eine Atombombe zu entwickeln. Washington hatte Teheran eine Frist bis September gesetzt, um auf ein Gesprächsangebot der Sechsergruppe zu antworten. Andernfalls drohen dem Land weitere Sanktionen.

An der Generalversammlung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien begrüsste ihr scheidender Leiter Mohamed al-Baradei die Zusage der USA, mit dem Iran ohne Vorbedingungen wieder in Dialog zu treten. Dem Land damit zu drohen, dass der UNO-Sicherheitsrat bei einem Scheitern der Verhandlungen schärfere Sanktionen verhängen könnte, führe jedoch nicht zum Ziel, warnte Al-Baradei.

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