Freizeitsport

Neue Kampagne soll Zahl der tödlichen Bergwanderunfälle reduzieren

Wandern: ein schöner Sport - aber nicht ungefährlich

Wandern: ein schöner Sport - aber nicht ungefährlich

Jährlich verunfallen in der Schweiz 8500 Personen beim Wandern, weil sie sich überschätzen. Rund 40 Unfälle enden tödlich. Mit einer neuen Präventionskampagne soll die Zahl der Unfälle reduziert werden.

Die am Dienstag auf dem Pilatus vorgestellte dreijährige Kampagne «Bergwandern - aber sicher» des Verbandes Schweizer Wanderwege, der Seilbahnen Schweiz und der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) solle zeigen, wie Bergwanderer ihre Touren unfallfrei geniessen können, teilten die Verantwortlichen mit.

Viele Unfälle würden sich einfach vermeiden lassen. Wichtig sei eine sorgfältige Vorbereitung der Tour sowie eine realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Die Ausrüstung müsse zudem bergtauglich sein. Für Unterwegs empfiehlt die Kampagne regelmässige Erholungspausen sowie einen Blick auf die Wetterentwicklung.

Im Jahr 2012 kam es beim Bergwandern zu 32 Todesfällen. Davon verunglückten 25 Personen durch einen Absturz. Fast die Hälfte der Opfer waren über 60 Jahre alt.

Dreiviertel der Getöteten sind Männer. Etwa jeder vierte tödlich verunfallte Wanderer ist ein ausländischer Tourist, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Risikofaktoren gibt es gemäss den Kampagnen-Initianten viele. Bergwandern würde nicht als Sport wahrgenommen und das Gefahrenbewusstsein fehle. Viele Wanderungen würden kaum oder gar nicht geplant.

Insbesondere ältere Personen würden ihre Touren nicht an ihre verminderte Leistungsfähigkeit anpassen. Die Ausrüstung sei je nach Route und Wetter oft mangelhaft. Und bei Müdigkeit werde nicht oder vielfach zu spät umgekehrt.

Die Schweiz ist ein Volk von Wanderern. Ein Drittel der Bevölkerung wandert regelmässig. Im Schnitt wandert ein Schweizer an 20 Tagen pro Jahr. Eine durchschnittliche Wanderung dauert dabei rund 3,5 Stunden. Das Schweizer Wanderwegnetz umfasst mehr als 60'000 Kilometer, 35 Prozent davon entfallen auf Bergwanderwege, wie es in der Mitteilung heisst.

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