Standort Schweiz
Neue FDP-Chefin Petra Gössi attackiert Christoph Blocher

Im Nationalrat stimmten FDP, SVP und CVP diese Woche oft gemeinsam. Doch nun korrigiert die neue FDP-Präsidentin Petra Gössi den Eindruck eines bürgerlichen Schulterschlusses.

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Petra Gössi und Christoph Blocher

Petra Gössi und Christoph Blocher

Keystone

Gössi greift bloss zwei Wochen nach ihrer Wahl die SVP frontal an und wirft Christoph Blocher vor, er schade dem Standort Schweiz. "Was Blocher sagt und was er tut, sind zwei verschiedene Dinge: Er kritisiert die anderen Parteien – und schadet der Wirtschaft selber", sagt Gössi in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag".

Sie reagiert damit auf eine Äusserung Blochers: Weil die FDP für die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative auch mit der SP Gespräche führte, zog er in Zweifel, dass die Freisinnigen noch eine Wirtschaftspartei sind.

"Blochers Vorwurf fällt auf ihn selber zurück", kontert Gössi nun in der "NZZ am Sonntag". "Es war seine SVP, welche die Initiative lanciert hat. Und diese ist nun wirklich alles andere als wirtschaftsfreundlich."

Zugleich schliesst sie im Europa-Dossier aber auch einen Deal mit der SP aus: Neue flankierende Massnahmen zum Schutz der Arbeitnehmer kämen nicht infrage. Nach links werde sich ihre Partei nicht bewegen, "das würde den Wirtschaftsstandort Schweiz zu stark belasten". Die FDP wolle, "dass die anderen Parteien sich für unsere Lösung entscheiden", erklärt Gössi.