Andreas Tschopp

Die Badenerstrasse in Fislisbach wird heute täglich von rund 17 000 Fahrzeugen befahren. Die Tendenz auf der Hauptverkehrsachse zwischen Baden und Mellingen sowie beidseits ins Reusstal ist weiter steigend. Durch die zunehmende Verkehrsdichte wird das Dorf in zwei Hälften getrennt und die Wohn- und Lebensqualität der Anwohner beidseits der Strasse beeinträchtigt. Dies hat den Gemeinderat veranlasst, zusammen mit dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) und begleitet von einer breit abgestützten Arbeitsgruppe der Gemeinde, Massnahmen zur besseren Führung des Verkehrs auf der Durchgangsachse zu erarbeiten.

Gesamtkosten von 4,2 Millionen

Als Pilotversuch wurde 2007 mit einem Mehrzweckstreifen in der Mitte der Fahrbahn vor dem «Linde»-Kreisel gestartet. Im Herbst 2008 wurden weitere Bestandteile des Gesamtprojekts mit Kosten von über 4 Millionen vorgestellt (die AZ berichtete). Das «Fuder werde überladen», war als Kritik zu hören damals. Es sei schwierig, alles «unter einen Hut zu bringen», war sich denn auch Gemeindeammann Silvio Caneri bewusst. Nun kommt die 1. Etappe der Umgestaltung ab dem «Linde»-Kreisel, wo wieder ein Fussgängerstreifen angelegt werden soll, bis zur Abzweigung der Birmenstorferstrasse vor dem Gemeindehaus, wo neu ein Kreisel geplant ist, vor die Gemeindeversammlung. Dem Souverän wird am 20. November ein Kreditanteil in Höhe von gut 2 Millionen beantragt. Eine reine Belagssanierung würde total 2,9 Millionen kosten.

Die Mittelzone (Mehrzweckstreifen) soll mit einem eingefärbten Belag definitiv gestaltet werden. Der Bereich Brunnenhof-Badenerstrasse-Zentrum Gug-ger wird optisch als Platz ausgestaltet und mit einem helleren Asphalt ausgeführt. Die Bushaltestellen erhalten eine behindertengerechte Buskante und werden auf die Länge von zwei Bussen angepasst. Autos können wartende Busse gut überholen, Lastwagen hingegen «nur mit vermindertem Tempo vorbeifahren», wird festgehalten in der Vorlage. Darin wird auch betont, dass die privaten Vorplätze einheitlich gestaltet werden sollen «und die Grundeigentümer - je nach erzieltem Nutzen - einen Beitrag an die Kosten zu leisten haben». 200 000 Franken (auch von Aldi) werden so erwartet.

Baustart ab Mitte 2010 geplant

Nach der Kreditgenehmigung und Projektfreigabe durch den Regierungsrat wird das Projekt 30 Tage öffentlich aufgelegt. Der Baubeginn ist nach Erledigung allfälliger Einsprachen im Sommer/Herbst 2010 vorgesehen.