Gotthard-Basistunnel

Neat-Tunnelbau lässt Quellwasser in Silenen versiegen

Wasserverlust durch Tunnelbau (Archiv)

Wasserverlust durch Tunnelbau (Archiv)

Durch den Bau des Gotthard-Basistunnels der Neat sind in der Urner Gemeinde die Erträge einzelner Quellen deutlich zurückgegangen. Die AlpTransit Gotthard AG (ATG) bestreitet das nicht und will dafür sorgen, dass die Betroffenen nicht auf dem Trockenen sitzen.

ATG-Mediensprecher Ambros Zgraggen bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht des "Urner Wochenblattes" (UW). Offenbar wurden bereits im letzten Frühling bei einzelnen Quellen von Wassergenossenschaften rückläufige Erträge verzeichnet. Im Sommer verschärfte sich das Problem.

Es sei nicht auszuschliessen, dass auch die trockene Witterung zum Ausbleiben von Quellwasser beitrage, so Zgraggen. "Tatsache ist aber auch, dass der Tunnelbau Einfluss auf das Quellwasser hat, dass ein kausaler Zusammenhang besteht."

Laut der Zeitung fliessen aus dem sich im Bau befindlichen Basistunnel derzeit pro Sekunde rund 260 Liter frisches Wasser ab. Ein Teil dieses Wassers fehlt der Gemeinde Silenen für die Trinkwasserversorgung. Die Tunnelbaustelle befindet sich direkt unter mehreren Wasserfassungen.

Wer vom Wasserausfall betroffen ist, wird jedoch von der ATG mit Wasser versorgt. Man lasse niemanden auf dem Trockenen sitzen, wird Adrian Wildbolz, Abschnittsleiter Gotthard Nord bei ATG, vom Wochenblatt zitiert.

Gleichzeitig verhandeln ATG und die Gemeinde Silenen über eine dauerhafte Lösung für die Wasserversorgung. Ein abschliessender Entscheid ist jedoch erst nach dem definitiven Ausbau der beiden Tunnelröhren zu erwarten.

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