Schweizer Armee
Nazi-Schande auf Berner Waffenplatz

Die Schweizer Armee hat Ermittlungen gegen mehrere Armeeangehörige aufgenommen. Ein Foto zeigt diese mit Hitlergruss und in den Schnee getrampeltem Hakenkreuz.

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Nach Hitlergruss von Armeeangehörigen ermittelt die Armeejustiz. (Themenbild)

Nach Hitlergruss von Armeeangehörigen ermittelt die Armeejustiz. (Themenbild)

Keystone

Am Freitag wurde dem SonntagsBlick ein brisantes Foto zugespielt. Es zeigt sechs junge Männer in der Uniform der Schweizer Armee. Sie strecken den rechten Arm zum Hitlergruss aus, in den Schnee am Boden haben sie ein grosses Hakenkreuz getrampelt.

Laut einem Informanten hat ein Gruppenführer das Bild erst kürzlich aufgenommen. Nicht auf irgendeinem Hinterhof – sondern auf dem Berner Waffenplatz in Wangen an der Aare. Die Armee erfuhr gestern durch SonntagsBlick vom Foto. «In der Zwischenzeit hat die Militärpolizei Ermittlungen aufgenommen», sagt Armeesprecher Christoph Brunner (46) auf Anfrage.

«Je nachdem, was diese ergeben, kann zusätzlich auch noch die Militärjustiz in das Ermittlungsverfahren involviert werden.» Die Armee toleriere keine Form von Extremismus – auch keine entsprechenden Symbole und Gesten. Um solche Fälle zu verhindern, wurde 2012 extra die «Fachstelle Rassismus» geschaffen. Im Jahr 2015 gingen dort insgesamt 34 Meldungen ein – rund 60 Prozent davon betrafen Rechtsextremismus.

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