Georgien

Nato beginnt Manöver in Georgien - Kritik von Russland

Nato-Manöver in Georgien

Nato-Manöver in Georgien

Die Nato hat ihr von Russland scharf kritisiertes Manöver in Georgien begonnen. An der Militärübung sollen sich mehr als 1000 Soldaten aus über einem Dutzend Nato-Staaten und Partner-Ländern beteiligen.

Die Allianz hatte das Manöver als Geste der Solidarität mit Georgien bezeichnet, dessen Ambitionen auf eine Nato-Mitgliedschaft nach einem mehrtägigen Krieg gegen Russland vor neun Monaten auf Eis gelegt wurden. Russland reagierte mit heftiger Kritik und sprach von einem militärischen Muskelspiel an seiner südlichen Grenze.

Erst am Dienstag war es in Georgien zu einer Rebellion auf einem Panzerstützpunkt in Muchrowani bei Tiflis gekommen. Der russische Nato-Gesandte Dmitri Rogosin hatte daraufhin erklärt, die Nato solle ihr Manöver lieber in einem "Irrenhaus" abhalten als in einem Land, in dem die Armee gegen ihren eigenen Präsidenten rebelliere.

Georgiens Staatschef Micheil Saakaschwili warf Russland vor, den angeblichen Putschversuch finanziert zu haben. Moskau wies dies jedoch als "schwachsinnig" zurück und erklärte, Saakaschwili wolle von seinen hausgemachten Problemen ablenken. Der Präsident steht innenpolitisch massiv unter Druck.

Das Manöver soll einen Monat dauern, der offizielle Beginn sei für den 11. Mai geplant, sagte NATO-Sprecher James Appathurai in einem Interview mit dem Radiosender Echo Moskwy. Die Soldaten auf einem früheren russischen Luftwaffen-Stützpunkt nur wenige Kilometer von Muchrowani entfernt untergebracht.

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