Von Einigkeit ist die Nationalratskommission allerdings weit entfernt. Die Motion, die vom Bundesrat fünf konkrete Massnahmen verlangt, wurde nur mit 12 gegen 10 Stimmen bei 2 Enthaltungen angenommen, wie die Parlamentsdienste am Donnerstag mitteilten.

Solange ein Finanzinstitut - wie derzeit die UBS - Staatshilfe beansprucht, soll der Bundesrat gemäss WAK darauf hinwirken, dass für Verwaltungsrat und Konzernleitung eine neue Salärstruktur eingeführt wird. Die Entlöhnung soll sich an jener bundesnaher Unternehmen wie Post, SBB und Nationalbank orientieren.

Für Banken, die wegen ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung und Grösse bei finanziellen Schwierigkeiten vom Bund gerettet werden müssten (neben der UBS auch die CS) verlangt die WAK eine Salärstruktur "mit einer längerfristigen Unternehmensperspektive". Dabei sollen Boni und andere variable Lohnanteile auf Sperrkonten deponiert werden.

Nach dem Willen der WAK dürften die gesperrten Lohnanteile erst nach drei Jahren ausbezahlt werden, sofern die Bank bis dahin keine Bundeshilfe beansprucht hat.

Solange der Bund bei der UBS in Form der Pflichtwandelanleihe von 6 Milliarden Franken oder gewandelter Aktien engagiert ist, muss er laut WAK einen Sitz im Verwaltungsrat haben.