Kommissionssprecher Lukas Reimann (SVP/SG) wies darauf hin, dass Menschen, die zur Unterhaltung und nur um kleine Einsätze spielen wollten, in ausländische Casinos oder ins Internet ausweichen müssten. Denn Schweizer Spielbanken böten aus Gründen der Rendite keine Spiele um wenig Geld an.

Ausserhalb von Casinos sowie dem Familien- und Freundeskreis sei das Pokern jedoch verboten. Hobby-Spieler würden deshalb dazu gezwungen, in Spielbanken um Faktoren höhere Einsätze zu wagen, kritisierte Reimann das geltende Recht. Hobby-Pokerer ins Casino zu zwingen, sei auch aus Sicht der Suchtprävention bedenklich.

Der Bundesrat hatte die Motion abgelehnt und auf den Verfassungsartikel zur Regelung der Geldspiele und die Vorarbeiten für dessen Umsetzung verwiesen. Bei dieser Gelegenheit würden gesetzliche Regelungen des Pokerspiels um geringe Beträge geprüft. Über den Verfassungsartikel wird am kommenden 11. März abgestimmt.

Justizministerin Simonetta Sommaruga sagte dazu, der Bundesrat habe bisher bei Ausnahmeregelungen für Geldspiele Zurückhaltung geübt. Auch wenn er Nein sage zur Motion, habe er verstanden, dass das Parlament offenbar eine offenere Regelung für Pokerspiele wünsche. Die Motion geht nun in den Ständerat.