Er gehört zu den schillerndsten Persönlichkeiten der Schweizer Politik. Zwölf Jahre amtete Alexander Tschäppät als Stadtpräsident der Bundesstadt, seit 1991 ist der Sozialdemokrat mit einem Unterbruch Mitglied des Nationalrats. Leider ist der beliebte, volkstümliche Politiker in den letzten Monaten und Wochen selber immer öfter der Auslöser für anteilnehmende Gespräche. Grund ist die schwere Krankheit, an der Tschäppät leidet. Er hat Krebs.

Darüber reden will er nicht. Er wolle aus seinem Schicksal keine grosse Sache machen und lieber über das Leben statt über seine Erkrankung sprechen, sagt er im Gespräch mit SonntagsBlick. Die Sache ist jedoch fatalerweise ernst. So hat er sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Er widmet seine ganze Kraft der Familie und seinem politischen Mandat. Im Familien- und Freundeskreis tankt er die Kraft für sein Engagement für seine Lieblingsstadt. Und leider ist es auch traurige Realität: Die morgen Montag beginnende Frühlingssession der eidgenössischen Räte könnte für den Genossen, je nach Krankheitsverlauf, eine der letzten sein. Alexander Tschäppät will auf jeden Fall erscheinen. «Das gedenke ich sehr wohl zu tun», erklärt er.