Gegründet wurde der SNF am 1. August 1952 aus der Besorgnis, dass die Schweizer Forschung nach dem Zweiten Weltkrieg ins Mittelmass absinken könnte. Damals stellten Bundesrat und Parlament dem SNF ein Jahresbudget von rund 4 Millionen Franken zur Verfügung. 25 Jahre später belief sich dieser Betrag bereits auf 124 Millionen Franken.

60 Jahre nach seiner Gründung sind es über 700 Millionen Franken. Seit der Gründung wurden mehr als 70'000 Gesuche in der Projekt- und Karriereförderung beurteilt, und über 20'000 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mittels Stipendien einen Forschungsaufenthalt im Ausland ermöglicht.

Parallel zum Budget und zum Aufgabenspektrum stieg auch die Zahl der eingereichten Gesuche in der Projektförderung, dem wichtigsten Förderungsinstrument des SNF. Während der SNF im ersten vollen Tätigkeitsjahr 1953 erst 267 Gesuche zu begutachten hatte, waren es 1977 bereits 741. Alleine in den letzten zehn Jahren kletterte die Zahl von 1762 im Jahr 2002 auf die Rekordhöhe von 2407 im vergangenen Jahr.

Nobelpreisträger "gesponsort"

Unter den Geförderten befanden sich spätere Nobelpreisträger wie der Biophysiker Kurt Wüthrich von der ETH Zürich und der Biomediziner Rolf Zinkernagel von Universität Zürich, wie der SNF am Mittwoch mitteilte.

Seit 1975 lancierte der SNF zudem rund 70 vom Bundesrat in Auftrag gegebene Nationale Forschungsprogramme (NFP) zur Lösung dringender Probleme von nationaler Bedeutung. Diese wurden mit über 660 Millionen Franken finanziert.

Für die 2001 geschaffenen 28 Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) zur Stärkung der Forschungsstrukturen wurden in den ersten zehn Jahren weitere rund 627 Millionen Franken bereitgestellt.

Aufwand lohnt sich

Der Aufwand ist nach Ansicht des SNF gerechtfertigt. Die Schweiz belege seit mehreren Jahren den ersten Platz des Innovation Union Scoreboard. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl werden laut SNF überdurchschnittlich viele Patente angemeldet und häufig zitierte wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht.

Im internationalen Wettbewerb um die besten Projekte seien die Schweizer Forschenden sehr erfolgreich. So verzeichneten sie regelmässig hohe Erfolgsraten beim European Research Council (ERC). Der grosse Anteil an Forschenden aus dem Ausland deute ausserdem auf die Attraktivität der Schweizer Hochschulen hin.

Zu seinem 60-Jahr-Jubiläum gab sich der SNF ein Leitbild. Darin bringt er seine Ambition auf den Punkt und legt die Grundsätze seines Handelns dar. Letztere sind ein Bekenntnis zu Qualität, Unabhängigkeit, Verantwortung und Fairness.