Raumfahrt

Nationale Alarmzentrale beobachtet den abstürzenden Satelliten

Die Nationale Alarmzentrale beobachtet die Route des abstürzenden Satelliten (Archiv)

Die Nationale Alarmzentrale beobachtet die Route des abstürzenden Satelliten (Archiv)

Ein ausgedienter US-Forschungssatellit stürzt am (morgigen) Freitag auf die Erde. Wo genau die Trümmerteile aufschlagen, kann noch nicht vorausgesagt werden. Vorsichtshalber verfolgt auch die Nationale Alarmzentrale (NAZ) die Entwicklung.

Das Risiko, dass der Satellit in der Schweiz niedergehe und dass es beim Absturz zu Schäden komme, werde allerdings als äusserst gering eingeschätzt, teilte die NAZ am Donnerstag mit. Gemäss der US-Raumfahrtbehörde NASA dürften 26 Trümmerteile nicht vollständig in der Atmosphäre verglühen und deshalb auf die Erde aufschlagen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass einer der sieben Milliarden Menschen auf der Erde von den Bruchstücken getroffen werde, liege bei nur 0,03 Prozent, rechnet die NASA vor. Es wird erwartet, dass sich die Trümmer des gut 5,6 Tonnen schweren Forschungsgeräts auf eine Distanz von 700 Kilometern verteilen.

Regelmässige Information

Die NASA will regelmässig über die mögliche Einschlagstelle der UARS-Trümmer informieren. So will sie zwölf, sechs und zwei Stunden vor dem erwarteten Einschlag über den Kurs des Satelliten berichten. Allerdings kann sie erst 20 Minuten vor dem Einschlag den genauen Ort bestimmen.

In der Schweiz ist die NAZ für eventuelle Satellitenabstürze zuständig. Die Bevölkerung brauche keine Massnahmen zu treffen, beruhigte die Behörde im Communiqué. Bei Satelliten-Trümmern gelte generell, dass man sie nicht berühren und die Polizei verständigen sollte.

Kein Einzelfall

Der Forschungssatellit UARS war 1991 von dem US-Space-Shuttle "Discovery" in den Orbit gebracht worden, um die obere Atmosphäre zu erforschen. Er beendete 2005 seinen Einsatz und wird nun mangels weiteren Treibstoffs auf die Erde stürzen.

Nach Angaben des NASA-Spezialisten für Weltraumschrott, Mark Matney, stürzt im Schnitt einmal pro Jahr ein Flugobjekt von der Grösse des UARS auf die Erde. Er betonte, die Wahrscheinlichkeit sei deutlich höher, von einem Blitz getroffen als von Raumschrott erschlagen zu werden.

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