Bahnverkehr
National- und Ständerat wollen Halbstundentakt auf Hochrheinstrecke

Das Parlament will auf der Hochrheinstrecke zwischen Schaffhausen und Basel gerne den Halbstundentakt sehen. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat einem Vorstoss seiner Verkehrskommission zugestimmt, mit dem das Angebot verbessert werden soll.

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Komposition der Deutschen Bahn auf der deutschen Hochrheinstrecke mit Fahrziel Ulm.

Komposition der Deutschen Bahn auf der deutschen Hochrheinstrecke mit Fahrziel Ulm.

Kenneth Nars

Das heutige Angebot ist aus der Sicht der Kommission wenig attraktiv. Die Strecke sei zu weiten Teilen nicht elektrifiziert und werde nur im Stundentakt befahren, machte sie geltend.

Nun muss der Bundesrat einen Bericht ausarbeiten, der aufzeigt, wie die Attraktivität der Strecke erhöht werden kann. Er soll in Absprache mit dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg darauf hinwirken, dass ein Halbstundentakt eingeführt wird.

Weiter sollen in Zukunft Schweizer Abonnemente anerkannt, attraktives Rollmaterial eingesetzt und zwischen St. Gallen und Basel durchgehende Züge angeboten werden. Der Vorstoss wurde im Ständerat oppositionslos angenommen. Ein Postulat mit demselben Inhalt hatte in der vergangenen Woche bereits der Nationalrat gutgeheissen.

Offenbar sieht auch der Bundesrat Handlungsbedarf. Er hatte sich bereits im August bereit erklärt, die gewünschten Abklärungen vorzunehmen und dem Parlament einen Bericht zu unterbreiten.

Parlament gegen Elektrifizierung

In der Sommersession hätte es das Parlament noch selber in der Hand gehabt, die Attraktivität der Hochrheinstrecke zu erhöhen. National- und Ständerat sprachen sich aber dagegen aus, die Elektrifizierung der Strecke in die FABI-Vorlage für die künftige Bahnfinanzierung aufzunehmen.

Der Ausbau, den die Schweiz und Deutschland hälftig finanzieren sollten, hätte die Verbindung zwischen Schaffhausen und Basel deutlich verbessert.

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