Laufbahn

Natalie Rickli wäre 1185 Männern einen Seitensprung wert

Natalie Rickli ist frisch verliebt

Natalie Rickli ist frisch verliebt

Attraktivität beschleunigt die politische Karriere. Wer könnte dies besser bezeugen als die SVP-Nationalrätin Natalie Rickli. Blond, jung und reizend entspricht sie dem Wunschprofil vieler Wähler. Sogar eine Affäre würde man(n) mit ihr gerne wagen.

Über die Politik sagte man lange Zeit gern, sie sei «Hollywood für hässliche Menschen». Doch Politik ist ein lernendes System, deshalb macht sie sich diese Mechanismen mehr und mehr zunutze. Und auch in der Politik ist der Einfluss der Optik längst belegt.

Es ist der erste Eindruck, der entscheidet. Die Sozialwissenschaft ist dabei gerne behilflich. Sie bestätigt in publizierten Studien oft und gerne die Binsenwahrheit, wonach ein attraktiver Mensch mehr verdient und über ein höheres Sozialprestige verfügt. Das gilt nicht nur für die Welt die Wirtschaft, sondern auch für die Politik.

Nachdem US-amerikanische Wissenschaftler ihren Probanden für jeweils eine Sekunde die Bilder politischer Kandidaten gezeigt hatten, sollten die Betrachter die Politiker hinsichtlich Eigenschaften wie Kompetenz, Intelligenz, Führungsstärke bewerten. Die Rangfolge, die sich dadurch ergab, stimmte zu rund 70 Prozent mit dem tatsächlichen Wahlergebnis überein. Der erste Eindruck entscheidet also. Und das ist stets der optische.

Erfolgsfaktor Attraktivität

In einer anderen Studie führten Forscher zehn Sekunden lange Videoclips unbekannter Kandidaten vor und fragten, welcher sich durchsetzen werde. In beinahe 60 Prozent der Fälle lagen die Teilnehmer richtig. Schalteten die Forscher den Ton dazu, nahm die Erfolgsquote ab.

Skandinavische Wissenschaftler liessen zunächst Ausländer das Aussehen ihnen unbekannter finnischer Politiker bewerten und glichen die Bewertungen dann mit Wahlergebnissen ab. Schöne Kandidaten bekamen bei der Parlamentswahl im Durchschnitt 20 Prozent mehr Stimmen.

So gesehen wäre es von der SVP nicht besonders schlau gewesen, auf Natalie Rickli zu verzichten.

Der Attraktivität keinen Abbruch haben der Zürcherin ihre Aussagen zu den Deutschen in der Schweiz («Wir haben wirklich zu viele Deutsche in der Schweiz») oder ihrem Burn-Out («Burnout - nie hätte ich gedacht, dass mir das passieren könnte. Aber jetzt ist es so.») getan. Beleg hierfür bietet das Fremdgehportal Ashley Madison. Dieses hat in einer Medienmitteilung verlauten lassen, dass die SVP unter den Schweizern Politikern über die heissesten Kandidaten und Kandidatinnen für den Traum eines ausserehelichen Schäferstündchens verfügen. So stimmten 1185 Männer für eine Nacht mit Natalie Rickli, gefolgt von Chantal Galladé, Pascale Bruderer Wyss und Evi Allemann (alle SP). Erst auf Platz 5 rangiert wieder eine Bürgerliche - Christa Markwalder (FDP).

SVP ganz vorne

Auch bei den Frauen liegt die SVP vorne. Für 1242 Frauen ist Adrian Amstutz (SVP) mit Abstand der ideale Kandidat für eine heisse Affäre. Ihm folgen Toni Brunner und Christoph Mörgeli. Auf Platz vier erst der junge Grüne Bastien Girod.

Zweieinhalb Jahrhunderte Aufklärung, und trotzdem werden Stimmen nach Gesichtssymmetrie und Jugend vergeben?

Doch die Schweiz ist in guter Gesellschaft. Der österreichische Rechtspopulist Jörg Haider war ein schöner Mann. Und die blonde Rechtsextreme Marine Le Pen kommt in Frankreich auf Umfragewerte, von denen ihr ebenso rechtsextremer, aber ergreisender Vater nur träumen konnte. Manchmal ist das Schlichte einfach  nur unoriginell, sondern auch gefährlich. Gut, wenn es nur für eine Nacht ist.

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