Noch im letzten September hatte Skywork einen Auftrag des Bundes zugesprochen erhalten, um wöchentliche Versorgungsflüge für das Kontingent der Schweizer Armee in Kosovo (Swisscoy) durchzuführen.

Geplant war ursprünglich, dass Skywork den Auftrag ab Oktober 2017 übernimmt. Nach den Turbulenzen und dem Beinahe- Grounding von Skywork im Oktober wurde dieses Datum hinausgeschoben. Der Auftrag startete im Januar. Zweimal wöchentlich flog Skywork danach ab Basel nach Pristina. Einmal alle zwei Wochen wurde zudem ein Zwischenstopp in Sarajevo eingelegt, weil auch dort Schweizer Soldaten stationiert sind.

Skywork brachte unter anderem Post zu den Swisscoy-Soldaten. Aber auch Ersatzteile, Verpflegung und Ausrüstung wurden transportiert. Über finanzielle Aspekte des Auftrags schwiegen sich Armee wie Skywork aus.

Damit die Swisscoy-Soldaten auch in Zukunft ihre Post pünktlich erhalten, springt die Bund selber in die Bresche, wie es auf Anfrage beim Verteidigungsdepartement heisst. Die Versorgungsflüge der Swisscoy würden durch die Luftwaffe aufrechterhalten, sagt ein Sprecher. Für den Frachttransport würden ebenfalls Lösungen gesucht. Wer konkret die Flüge übernehmen wird, ist zurzeit noch unklar.

In einer Mitteilung meldete sich gestern Skywork noch einmal zu Wort. Man sei noch nicht in Konkurs, sondern habe die Bilanz deponiert. Das stimmt zwar juristisch. Anders als im Oktober, als sich das Unternehmen noch retten konnte, ist Skywork, so wie die Firma bis zum Mittwoch existierte, dieses Mal endgültig am Ende.

Besonders ärgerlich für die Kunden: Am späten Mittwochnachmittag deponierte Skywork die Bilanz, gleichzeitig konnten aber offenbar weiter Tickets gekauft werden. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt wurde zudem bereits am Montag informiert, dass die Firma bald am Ende ist.