Der Regionalsender Tele M1 machte den Fall am Ostersonntag publik: Angetrunken und mit zu hoher Geschwindigkeit kollidierte der Aargauer Kabarettist René Rindlisbacher letzten Montag mit einem entgegenkommenden Auto. Die Insassen jenes Wagens mussten mit mittelschweren bis schweren Verletzungen ins Spital geflogen werden.  

Bilder vom Unfall in Niederdorf BL:

Ein Blick ins Archiv zeigt, dass Rindlisbacher beileibe nicht der erste Schweizer Prominente ist, der mit einer oder gar mehreren Blaufahrten für Schlagzeilen sorgt. 

2014 etwa wurde Ex-Bachelor Vujo Gavric mit stolzen 1,84 Promille hinter dem Steuer erwischt. Wie Rindlisbacher hat auch SVP-Nationalrat Erich Hess im Jahr 2009 mit 0,9 Promille Alkohol einen Unfall gebaut. Und der Tessiner Ständerat Filippo Lombardi wurde gar bereits sechs Mal der Führerausweis abgenommen, unter anderem auch wegen Trunkenheit am Steuer. 

Realitätsverzerrung bei Promis

Gerade bei Prominenten könne die Hemmschwelle für solche Blaufahrten niedriger sein, erklärt Verkehrspsychologe Jürgen Graf von Bernstorff im Gespräch mit Tele M1. Er könne sich gut vorstellen, dass sich Promis denken: «Da wird bei mir bestimmt ein Auge zugedrückt.» Personen im Rampenlicht seien andere Umgangsarten gewohnt, weshalb es durchaus sein kann, dass bei ihnen eine gewisse Realitätsverzerrung auftritt.

Immerhin: René Rindlisbacher zeigt sich nach seiner Blaufahrt mit Unfallfolge einsichtig. Er anerkennt seine Schuld, steht mit den verletzten Personen in Kontakt und hat gar in Aussicht gestellt, nie wieder hinter das Steuer eines Autos zu sitzen. (luk)

Mit 0,9 Promille: René Rindlisbacher baute schweren Unfall

Mit 0.9 Promille: René Rindlisbacher baute schweren Unfall

Zwei Personen mussten nach der Frontalkollision bei Niederdorf BL mit mittleren bis schweren Verletzungen ins Spital geflogen werden.