Was denkt das Volk über die No-Billag-Initiative? Das wollte Moderator Jonas Projer am Freitag in der "Publikumsarena" herausfinden. Die wilde Diskussion hat nun ein Nachspiel. "Wir reichen Beschwerde beim Ombudsmann ein", sagt Sven Bosshard vom Kernteam der Initianten zu "blick.ch".

Er und seine Mitstreiter stören sich an einem Einspieler, den das "Arena"-Team in der Sendung zeigte. Er sei tendenziös, "weil dort immer vom drohenden Untergang der SRG die Rede war", erklärt Bosshard.

Im 48 Sekunden langen Beitrag heisst es, wenn die Initiative angenommen werde, gebe es die SRG in der heutigen Form nicht mehr. Die SRG verschwindet effektvoll in einem Loch im Boden. Die Initianten sind der Auffassung, man hätte eine kleine SRG stehen lassen sollen anstatt gar keine. "Dies zumal Projer am Anfang gesagt hat, es gehe um Fakten. Aber der Untergang ist in unseren Augen kein Fakt, sondern eine Meinung", sagt Bosshard.

Beim ersten Mal gab es keine Kritik

In der ersten No-Billag-"Arena" von Anfang November kam der umstrittene Einspieler ebenfalls vor. Kritik blieb damals aus. Weshalb? Bosshard sagt, man habe sich damals keine Chancen ausgerechnet, weil Beschwerden so lange vor dem Abstimmungstermin meist abgelehnt würden.

Moderator Projer hat sich auf Anfrage von "blick.ch" nicht zur Beschwerde geäussert. Sobald eine Beanstandung eintreffe, werde man gegenüber dem Ombudsmann Stellung nehmen. (mwa)