Ex-Raiffeisen-Chef

Nach pikanten Leaks zum Vincenz-Prozess: Gericht reicht Strafanzeige ein

Der Hauptverhandlung im Prozess gegen Pierin Vincenz und die Mitangeklagten startet wohl erst im kommenden Jahr.

Der Hauptverhandlung im Prozess gegen Pierin Vincenz und die Mitangeklagten startet wohl erst im kommenden Jahr.

Bereits vor dem Prozess kommen angebliche pikante Deals über das Gebahren von Ex-Raiffeisen-CEO Pierin Vincenz an die Öffentlichkeit. Wegen Verletzung der Geheimhaltungspflicht reicht das Gericht nun Klage ein.

(mg) Der Prozess gegen Pierin Vincenz ist noch nicht einmal terminiert und artet doch bereits in eine Schlammschlacht aus. Am Donnerstag und Freitag veröffentlichte das Branchenportal «Inside Paradeplatz» Details aus der Anklageschrift gegen den ehemaligen CEO der Raiffeisen Schweiz. Dabei geht es unter anderem um kostspielige Ausflüge ins Rotlichtmilieu, die Vincenz über das Spesenkonto der Bank verbuchte.

Nur: Diese Anklageschrift ist noch gar nicht öffentlich. Wie das Bezirksgericht Zürich am Freitag bekannt gab, wird es darum Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten. Dabei weist das Gericht darauf hin, dass «die Staatsanwaltschaft den Parteien eine Geheimhaltungspflicht auferlegt hat, die nach wie vor Bestand hat.» Das Gericht selber hatte es abgelehnt, die Anklageschrift vorab an Journalisten abzugeben. Dies «vor dem Hintergrund der Unschuldsvermutung, die vorbehaltlos für alle Beschuldigten gilt.»

Wann es zum Prozess gegen Vincenz und weitere Beschuldigte kommt, ist derzeit noch offen. Nach Angaben des Gerichts ist jedoch erst im neuen Jahr mit der Durchführung der Hauptverhandlung zu rechnen.

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