Kritik an der SRG

Nach «No Billag»-Nein: Schawinski sagt, was die SRG jetzt tun muss

So würde Roger Schawinski die SRG reformieren.

So würde Roger Schawinski die SRG reformieren.

Roger Schawinski denkt laut über die SRG nach. Seine Vorschläge sollen dem staatlichen Fernsehen die Zukunft sichern. Doch die SRG muss auch bei Schawinski um die Existenzberechtigung kämpfen.

Moderator, Medienpionier und Medienunternehmer Roger Schawinski schreibt in seiner Kolumne auf persoenlich.ch, was die SRG nach dem «No Billag»-Nein tun muss. Er fordert zukunftsträchtige Lösungen, jetzt da sich der «emotional aufgeheizte Pulverdampf» verzogen hat. Und so lauten Schawinskis Vorschläge:

1. Deckel bei Gebührengelder

Die Gebühren sind ab 2019 auf 1,2 Milliarden Franken zu plafonieren. Offen lässt dies gemäss Schawinski zunächst, wie die Gelder auf die SRG und die privaten Sender zu verteilen sind.

Der Plafond ist unbestritten und wurde auch von Medienministerin Doris Leuthard nach der Abstimmung am Sonntag verkündet.

2. Neuer Verteilschlüssel für Gebühren

Schawinski selbst würde die Gebühren folgendermassen verteilen: Nur noch 60 Prozent erhält die SRG, über die Verteilung der übrigen 40 Prozent könnten die Konsumenten bestimmen, und zwar auf der Grundlage fester Regeln. Die Privaten Mediensender mit Konzession müssten sich zudem verpflichten, Service-Public-Leistungen zu erbringen.

Wer will, kann 100% der Gebühren der SRG zukommen lassen, oder die 40% dem von ihm favorisierten Privatsender.

Schawinski begründet diese Lösung so: «Dieser Ansatz wäre ein Schritt in eine lebendige, duale Medienlandschaft, in der auch die in neuer Weise geforderte SRG im Rahmen ihrer Konzession möglichst optimale Leistungen erbringen muss, um sich einen möglichst hohen Anteil der Gebühreneinnahmen zu sichern.»

3. Legitimation der SRG stärken

Es gilt gemäss Schawinski auch die Legitimität der SRG zu stärken, indem Leistungs- und Kostendruck auf sie verstärkt, private Anbieter gestützt und das Anliegen vieler Bürger nach einer direkten Einflussnahme über die Verfügung ihrer Zwangsgebühren ermöglicht werden.

Für Schawinski ist klar: Die SRG hat zwei Streifschüsse überlebt. Gemeint sind die «No Billag»-Initiative (71,6 Prozent Nein-Anteil) und die Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes RTVG. Letztere wurde 2015 mit nur knapp über 50,08 Prozent Ja-Stimmen angenommen. 

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