Mordfall
Nach Mord an Adeline: Chaaban kündigt Volksinitiative an

Sie lancierte schon einmal erfolgreich eine Volksinitiative. Nun kündigt Anita Chaaban wieder eine an. Nach dem Mord an einer Genfer Sozialtherapeutin will sie aktiv werden und eine Petition oder eine Volksinitiative lancieren.

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Anita Chaaban: Sie will notfall eine Volksinitiative für ein Zentralregister für Sexual- und Gewaltstraftäter.

Anita Chaaban: Sie will notfall eine Volksinitiative für ein Zentralregister für Sexual- und Gewaltstraftäter.

Keystone

«Wir haben eine Grenze erreicht. So kann es nicht weitergehen», sagt Chaaban gegenüber der «Schweiz am Sonntag». Sie werde sich für ein schweizerisches Zentralregister für Sexual- und Gewaltstraftäter einsetzen. Dafür will sie eine Petition lancieren - und wenn das nicht reicht: eine Volksinitiative.

Chaaban fordert totale Transparenz. Alte Straftaten dürften nicht aus dem Strafregister gelöscht werden. Und die beteiligten Personen müssten identifizierbar bleiben. Wer hat welche Gutachten abgegeben? Welcher Richter hat welche Massnahmen angeordnet? Solche Punkte müsste das Register gemäss Chaaban beinhalten. «Nur so weiss man im Nachhinein, wo die Fehler entstanden sind und wer dafür verantwortlich ist.» Schon einmal brachte Chaaban eine Volksinitiative zustande. 2004 stimmte das Volk ihrem Begehren zu, nicht therapierbare und extrem gefährliche Sexual- und Gewaltstraftäter lebenslang zu verwahren.

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