Schiffsunfall

Nach Karambolage: Schifffahrt unterhalb von Basel wieder frei

Das gekenterte Frachtschiff "Merlin" liegt gesichert im Rhein

Das gekenterte Frachtschiff "Merlin" liegt gesichert im Rhein

Nach der Schiffskarambolage vom Montag ist die Rheinschifffahrt bei Basel am Dienstag teilweise wieder freigegeben worden. Die Sperrung war angeordnet worden, nachdem ein Kies-Lastschiff gekentert war und zwei Passagierschiffe in eine Kollision verwickelt hatte.

Nach dem Unfall war die Rheinschifffahrt zwischen dem Rheinhafen Basel-Kleinhüningen und dem flussaufwärts gelegenen Birsfelden BL sowie dem flussabwärts gelegenen Kembs (F) gesperrt worden. Die Zu- und Wegfahrt im Basler Hafen und die Strecke bis Kembs war am Dienstagmorgen aber wieder frei, wie es bei den Schweizerischen Rheinhäfen hiess.

Gesperrt blieb hingegen der Rhein zwischen Basel-Kleinhüningen und dem Birsfelder Hafen sowie dem Auhafen bei Schweizerhalle. Gesucht wurde nach der Schiffshavarie insbesondere nach einem Bagger, der sich auf dem Kies-Schiff befunden hatte. Wegen des derzeit hohen Pegels und der starken Strömung des Rheins war die Suche indes schwierig.

Drei Schiffe in Kollision verwickelt

Bei der Schiffskarambolage war niemand verletzt worden. Das 52 Meter lange mit einem Baggerkran ausgerüstete Kiesschiff "Merlin" geriet am Montag um etwa 8.20 Uhr auf Höhe der Kleinbasler Uferstrasse ausser Kontrolle und kenterte. Der Kapitän und die drei Matrosen wurden von Feuerwehr- und Polizeibooten gerettet.

Die "Merlin" trieb zunächst kieloben abwärts und blieb dann - wohl mit dem Baggerarm am Rheingrund - längs im Fluss hängen. Doch bevor der Havarist gesichert und geborgen werden konnte, krachte das Kabinen-Passagierschiff "Olympia", das gerade in Richtung Breisach (D) abgelegt hatte, mit der Flanke in den Bug des Kiesschiffs.

Die "Olympia" traf dann auch noch das am Ufer vertäute Kabinen-Passagierschiff "Lafayette" am Bug. Die Rümpfe der beiden Passagierschiffe hielten dem Aufprall jedoch stand. Alle Schiffe konnten vertäut werden. Die insgesamt rund 150 Passagiere und die Besatzungen mussten sicherheitshalber die Schiffe vorübergehend verlassen.

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