Konsequenzen

Nach Homophobie-Vorwürfen: Theologische Fakultät der Uni Fribourg krempelt Sexualethik-Kurs um

An der Uni Fribourg soll es während eines Sexualethik-Kurses im Herbst 2017 zu homophoben Äusserungen gekommen sein.

An der Uni Fribourg soll es während eines Sexualethik-Kurses im Herbst 2017 zu homophoben Äusserungen gekommen sein.

Die Fakultätsleitung hat nach Kritik an einem Sexualethik-Kurs Konsequenzen gezogen. Die Lehrbeauftragte wird nicht weiterbeschäftigt.

Im Kurs «Christliche Sexualethik» soll es im Herbst 2017 an der Universität Fribourg zu homo-, trans-, und bi-feindlichen Äusserungen gekommen sein. Die Vorwürfe, die sich gegen die Dozentin richten, wurden diesen Herbst im Studierendenmagazin «Spectrum» publik gemacht.

Die Leitung der theologischen Fakultät hat den Fall danach untersucht und präsentiert nun ihr Fazit in einer Mitteilung auf deren Website. Gemäss dieser habe man mit allen Kursteilnehmenden sowie mit der Dozentin gesprochen. Die Befragung habe kein einheitliches Bild ergeben.

Kurs mit derselben Dozentin fürs Herbstsemester abgeblasen

Doch die Vorwürfe, so schreiben der Dekan Mariano Delgado und die Rektorin Astrid Epiney in der Mitteilung, seien «gravierend». Ein ähnlicher Kurs, der für das Herbstsemester 2019 geplant gewesen war, wurde abgeblasen. Die gleiche Dozentin wie 2017 hätte ihn unterrichten sollen. «Eine geordnete und die Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten gewährleistende Durchführung der Lehrveranstaltung wäre in Frage gestellt gewesen», kommen die Verantwortlichen zum Schluss.

Unter anderem aufgrund der Kritik arbeitet die theologische Fakultät zurzeit an einer Umstrukturierung der Sexualethik-Lehre. Man habe beschlossen, anders zu unterrichten und das Thema der christlichen Sexualethik mit der grösstmöglichen Sensibilität zu behandeln, wird der Dekan in den Freiburger Nachrichten zitiert. (gb.)

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