Kunstflugstaffel
Nach Gripen-Nein: Jetzt droht auch Patrouille Suisse eine harte Landung

Nach dem Volks-Nein zum Gripen ist auch das Schweizer Aushängeschild, die Patrouille Suisse, in Gefahr. Weil die alten Tiger-Jets bald ausgemustert werden, müssten sie durch die F/A-18 ersetzt werden. Das ist nun aber fraglich.

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Die Patrouille Suisse soll auf F/A-18-Flugzeuge umsteigen
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Die Patrouille Suisse soll bei einem Gripen-Kauf auf die Kampfflugzeuge F/A-18 umsteigen
Die Patrouille Suisse beim Weltcup in Wengen
Das Team der Patrouille Suisse im Jahr 2013

Die Patrouille Suisse soll auf F/A-18-Flugzeuge umsteigen

Keystone

Droht nun auch der Kunststaffel Patrouille Suisse die Bruchlandung? In zwei Jahren werden die über 30 Jahre alten Tiger-Jets der Patrouille Suisse ausgemustert. F/A-18-Kampfjets hätten sie ersetzen sollen. Weil nun das Volk den Gripen nicht kaufen will, ist das nicht so sicher, ob dieser Transfer klappt.

"Nach dem heutigen Stand der Situation ist alles offen", sagt VBS-Sprecher Renato Kalbermatten gegenüber "20 Minuten online". Auch Aviatikjournalist Walter Hodel ist überzeugt, dass die Tiger-Ausmusterung das Ende für die Patrouille Suisse bedeutet. Es sei kaum möglich, mit den 32 F/A-18-Fliegern auch noch Kunstflug zu betreiben. «Dazu reichen die Kapazitäten kaum aus.»

Es wäre nicht das erste Mal, dass über der Patrouille Suisse das Damoklesschwert hängt. Sogar Ueli Maurer spielte vor einem Jahr mit den Gedanken, die Kunstflugstaffel abzuschaffen – eine Armee, die sparen müsse, könne sich keine Folklore mehr leisten. Das ernete Widerstand von links bis rechts. Nach grossem Widerstand distanzierte er sich schliesslich von der Idee. (fam)