Die staugeplagten Agglomerationen haben nicht viel von der zweiten Röhre am Gotthard. Doch jetzt stellt Verkehrsministerin Doris Leuthard Besserung in Aussicht. Bereits heute kommt es auf der A1 zu jährlich über 20'000 Staustunden, Tendenz steigend.

Deshalb ist für Doris Leuthard klar: «Wir müssen die A 1 ausbauen», sagt sie im Bürgergespräch mit Leserinnen und Lesern der «Schweiz am Sonntag».

Finanzieren möchte die Bundesrätin den Ausbau mit einem Strassenfonds, aus dem wie bei der Bahn Unterhalt und Engpässe sowie Beiträge des Bundes an die kantonalen Agglomerationsprogramme finanziert werden sollen.

Nutzen will die CVP-Politikerin nach Möglichkeit auch den Raum unter den Autobahnen. Deshalb findet Leuthard das kürzlich bekannt gewordene Projekt Cargo Sous Terrain «spannend». Es sieht vor, Waren unterirdisch auf einem Förderband zu transportieren. Unklar ist, wie das finanziert werden soll.

Für Leuthard klar ist aber: «Das ist echte Innovation.» Die Bundesrätin stellte sich den kritischen Fragen der Leserinnen und Leser, die sich vor allem um den Bau einer zweiten Gotthard-Röhre drehten. Dabei ist für Leuthard klar: «Entweder bauen wir einen zweiten Tunnel. Oder wir richten neue Verladeanlagen für 600'000 Lastwagen ein und nehmen Ausweichverkehr in Kauf.»