Zugunfall

Nach dem Zugunfall im Waadtland wird die Geduld der Pendler geprüft

Zum Start in die neue Arbeitswoche ist den Pendlern auf der Bahnstrecke zwischen Lausanne und Yverdon viel Geduld abverlangt worden. Wegen des Zugunfalls bei Daillens VD in der Nacht auf Samstag mussten sie auf Ersatzbusse umsteigen.

Einige Pendler brauchten bis zu drei Stunden. Die SBB hatte am Wochenende noch angekündigt, dass Pendler mit 30 bis 60 Minuten Verspätung rechnen müssen. Am Montagmorgen verschärfte aber auch noch ein Unfall auf der Autobahn A1 die Lage.

"Dies führte zu Verspätungen, weil einige Busse in den Stau gerieten", sagte SBB-Mediensprecher Jean-Philippe Schmidt auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Man könne alle Passagiere befördern, aber es komme zu Verspätungen.

"Wir unternehmen alles, dass es funktioniert", sagte der SBB-Mediensprecher. Einige Pendler schilderten über den Kurznachrichtendienst Twitter ihre Reise. Während einer sich freute, in nur einer halben Stunde nach Yverdon-les-Bains angekommen zu sein, sprach ein anderer von drei Stunden.

Zugstrecke unterbrochen

Beim Unfall in der Nacht auf Samstag waren sechs Waggons eines von Muttenz BL nach Lausanne fahrenden Güterzuges entgleist. Vier davon hatten Chemikalien geladen. Rund 25 Tonnen Schwefelsäure liefen aus einem Tankwagen aus, der leck geschlagen hatte.

Am Sonntag wurde mit den Aufräumarbeiten begonnen. Die Bahnlinie Lausanne-Yverdon dürfte deshalb noch einige Tage geschlossen blieben. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr. Auch das Grundwasser wurde bisher nicht verschmutzt.

Meistgesehen

Artboard 1