Gleichstellung
Nach dem Vorbild von Cédric Wermuth: SP-Politiker boykottieren ab sofort Männerrunden

Um ein politisches Zeichen zu setzen, verkündete der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth kürzlich auf seinem Blog: «Ich werde ab sofort zu keinen öffentlichen Diskussionen mit mehr als zwei Gästen mehr zusagen, wenn sie nur aus Männern zusammengesetzt sind».

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Bei öffentlichen Diskussionen mit mehr als zwei Gästen will Wermuth nicht mehr zusagen, wenn keine Frauen eingeladen wurden.

Bei öffentlichen Diskussionen mit mehr als zwei Gästen will Wermuth nicht mehr zusagen, wenn keine Frauen eingeladen wurden.

Lukas Lehmann/Keystone

Mit dieser Haltung sei der Aargauer nicht alleine, schreibt die SonntagsZeitung. Vier weitere Parteikollegen schliessen sich ihm an: Angelo Barrile, Matthias Aebischer, Tim Guldimann und Mathias Reynard.

Es soll aber nicht nur beim Boykott bleiben, findet Aebischer: «Wir müssen den Organisatoren helfen.» Er plädiere dafür, diesen gleich zu Beginn klar zu machen, wie wichtig es sei, auch eine Frau einzuladen.

Gar nichts von der Aktion hält CVP-Nationalrat Martin Candinas: «Die Organisatoren müssen doch frei entscheiden können».