Streik

Nach Bussenstreik: TCS und Road-Cross-Gründer greifen Zürcher Polizei an

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Die Stadtpolizei will während 90 Tagen keine Bussen mehr verteilen. Damit wollen sie mehr Lohn und Personal erzwingen. Dieses Vorgehen wird nun von TCS und Road-Cross-Gründer Roland Wiederkehr hart kritisiert.

Der Aufstand der Zürcher Stadtpolizei gegen die Sparmassnahme führt zu einer ungewöhnlichen Allianz der Kritiker: Die TCS Sektion Zürich und Road-Cross-Gründer Roland Wiederkehr verurteilen die Drohung scharf, während 90 Tagen keine Ordnungsbussen mehr zu verteilen.

«Dieses Verhalten befremdet mich», sagt Wiederkehr gegenüber der Zeitung «Der Sonntag». Im Extremfall könnten sogar Menschenleben gefährdet werden, so Wiederkehr. Schliesslich habe die Polizei den gesetzlichen Auftrag, Geschwindigkeitsübertretungen, Telefonieren beim Autofahren oder Nichtangurten zu ahnden.

TCS ist empört

Gleicher Meinung ist TCS-Geschäftsführer Reto Cavnegn: «Ein Bussenstreik trifft die Verkehrssicherheit und das kann ich definitiv nicht gutheissen.» Cavegn spricht von einer «hilflosen Massnahme». Er hofft, dass sich die Polizisten «auf ihren Eid besinnen».

SVP-Tuena hat Verständnis

Ein gewisses Verständnis für den Frust der Stadtpolizisten zeigt Mauro Tuena, SVP-Fraktionspräsident im Gemeinderat und Vizepräsident der Polizeikommission. «Es kann nicht sein, dass ein Polizist zu 50 Prozent Schreibarbeiten verrichten muss, statt Kriminelle zu jagen», sagt er. Tuena glaubt nicht, dass ein Bussenstreik von den Bürgern ausgenützt würde.

Der Stadtrat habe die jetzige Situation selber zu verantworten. «Wenn der Polizeivorsteher sagt, er wäre am 1. Mai lieber auf der Seite der Demonstranten, dann fördert das den Korpsgeist nicht», so Tuena.

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