Trachselwald

Nach 84 Jahren wird der Verein aufgelöst

Pro Senectute – Verein für das Alter – Amt Trachselwald führt die letzte Versammlung durch. (Bild: Archiv)

Alter

Pro Senectute – Verein für das Alter – Amt Trachselwald führt die letzte Versammlung durch. (Bild: Archiv)

An der Hauptversammlung der Pro Senectute, Verein für das Alter, Amt Trachselwald, wurde der Verein aufgelöst. Damit geht eine 84-jährige Geschichte zu Ende.

Barbara Heiniger

Mit einer einzigen Handbewegung beschlossen die 18 Teilnehmenden an der Hauptversammlung die Auflösung des Vereins Pro Senectute, Verein für das Alter, Amt Trachselwald. Diese wurde - auf Initiative des ökonomischen, landwirtschaftlichen Zweigvereins Unteremmental - am 4. Juli 1925 gegründet. Mit Zuwendungen von 3000 Franken war die Auflage verbunden, ein Altersheim für arbeitsunfähige Dienstboten zu errichten. Viel Arbeit zu Gunsten der älteren Bevölkerung wurde von den Vereinsverantwortlichen in den 84 Jahren des Bestehens geleistet. So gehörte auch das Altersheim Sonnegg in Huttwil während vieler Jahre zum Verein. Ebenfalls eine Beratungsstelle der Pro Senectute wurde in Hasle-Rüegsau - und später in Huttwil - betrieben. Viele wertvolle Franken für die Vereinsarbeit wurden jeweils bei der Herbstsammlung, während langer Zeit «von Haus zu Haus», eingenommen.

Mit der Regionalisierung der Pro Senectute im Kanton Bern verlor der Verein immer mehr seine Aufgaben. Mit der kommenden Bezirksreform wird diesbezüglich auch das Amt Trachselwald von der Landkarte verschwinden. Dies waren die Gründe, welche den Vorstand zur Beantragung der Vereinsauflösung bewogen.

Ansprechpersonen sind wichtig

Über die diversen Tätigkeiten in der Region berichtete Regionalleiter Markus Schneeberger. Im Angebotsbereich konnte die Pro Senectute Emmental/Oberaargau, die seit fünf Jahren besteht, viele neue Dienstleistungen realisieren. Die Beratungen seien sehr gefragt und viele Leute fänden bei der Pro Senectute ein offenes Ohr.

Die Regionalisierung habe sich in den vergangen Jahren bewährt. Die Aufteilung des Amtes Trachselwald an die Beratungsstellen Langenthal (Gemeinden Eriswil, Huttwil, Wyssachen, Dürrenroth, Affoltern, Walterswil), Burgdorf (Gemeinde Rüegsau) und Langnau (Gemeinden Sumiswald, Trachselwald, Lützelflüh) sei ein mutiger Schritt gewesen. Für älteren Leute in der Region zeige sich aber, dass ihre Anliegen und nicht alte Strukturen ins Zentrum gestellt würden. Wichtig sei jedoch, so betonte Markus Schneeberger, dass in jedem Dorf und in jeder Gemeinde Ansprechpersonen für die Pro Senectute präsent seien.

Mit so genannten Ortsvertretern möchte die Pro Senectute in regem Kontakt bleiben und regelmässige Treffen zum Gedankenaustausch veranstalten.

Statutenänderung zu Gunsten Region

Mit der Statutenänderung von Artikel 24 wurde beschlossen, dass bei einer Auflösung des Vereins das Guthaben nicht an die Pro Senectute Kanton Bern, sondern an den Regionalverein Emmental/Oberaargau fliessen soll. Es handelt sich dabei um das Eigenkapital von rund 180 000 Franken.

Die Versammlung genehmigte in der Folge die von Kassierin Anita Meister erläuterte Jahresrechnung. Mit dem besten Dank an alle, die bis zum Schluss «ausharrten» - und ebenfalls an alle, die sich weiterhin für die ältere Generation einsetzen - schloss Präsident Hans Ulrich Kläsi die allerletzte Hauptversammlung des Vereins Pro Senectute, Verein für das Alter, Amt Trachselwald.

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