Der 41-jährige Schweizer kannte die Opfer, ein älteres italienisches Ehepaar, und war mit den beiden zerstritten. Von der Tatwaffe fehlt weiter jede Spur.

Der Tatverdächtige wohnte bis vergangenen Frühling im selben Mehrfamilienhaus wie die Opfer. Er sei aber nicht mit ihnen verwandt, sagte Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Zwischen den Opfern und dem Tatverdächtigen sowie weiteren Personen sei es in den letzten zwei Jahren zu Streitigkeiten gekommen. Die Polizei habe deswegen zweimal ausrücken müssen, und bei der Staatsanwaltschaft sei Anzeige erstattet worden.

Wegen einem dieser Vorfälle habe es gegen den Verdächtigen eine Verurteilung gegeben, sagte Natalie Häusler, Mediensprecherin des St. Galler Staatsanwaltschaft, gegenüber der sda.

Die Kantonspolizei St. Gallen hatte den Tatverdächtigen, einen 41-jährigen Schweizer, rund fünf Stunden nach den tödlichen Schüssen in Rorschach festgenommen. Der Mann leistete keinen Widerstand.

Er wird verdächtigt, am Montagabend in St. Margrethen das ältere Ehepaar erschossen zu haben. Der 74-jährige Mann starb noch am Tatort. Seine 67-jährige Frau erlag einige Stunden später im Spital ihren schweren Verletzungen.

Nach dem Täter war mit einem Grossaufgebot gefahndet worden. Die Polizei fand das leere Fluchtauto auf einem Pannenstreifen der Autobahn A1 in Fahrtrichtung St. Gallen.