Coronapandemie

Mutiertes Virus hat Schweiz schon zwei Wochen früher erreicht als gedacht

Das mutierte Virus hat sich in Grossbritannien rasant ausgebreitet. Auch die Schweizer Behörden machen sich Sorgen. (Symbolbild)

Das mutierte Virus hat sich in Grossbritannien rasant ausgebreitet. Auch die Schweizer Behörden machen sich Sorgen. (Symbolbild)

An Heiligabend meldete der Bund, dass die Virusmutation erstmals hierzulande nachgewiesen wurde. Nun zeigt eine neue Studie: Die ansteckendere Variante zirkulierte bereits früher in der Schweiz.

(rwa) Zu diesem Schluss kommt eine am Montag veröffentlichte Studie des ETH-Wasserforschungsinstituts Eawag. Die Forscher untersuchten 48 Abwasserproben aus drei Abwasserreinigungsanlagen im Zeitraum zwischen dem 9. und 21. Dezember. Die Ergebnisse lassen aufhorchen: Die Wissenschafter fanden das mutierte Virus in vier Proben aus Lausanne und einer Probe aus einem Schweizer Skigebiet. Dies lege den Schluss nahe, dass die zuerst in Grossbritannien entdeckte Variante hierzulande zwei Wochen früher aufgetreten sei als bisher bekannt, heisst es in der Studie.

Das mutierte Virus aus Grossbritannien macht auch Anne Lévy, Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), grosse Sorgen. Es breite sich in der Schweiz schnell aus, sagte sie in der «Samstagsrundschau» von SRF. Lévy sprach von einer enormen Zunahme und warnte: «Es fliegt uns schon um die Ohren.» Es gebe mittlerweile auch Fälle, die nicht importiert seien, so Lévy. Dies bedeutet: Personen haben sich in der Schweiz mit der mutierten Virusvariante angesteckt. «Es muss uns von Anfang an gelingen, das einzudämmen», sagte Lévy weiter. Allerdings stagnierten die Fallzahlen allgemein auf einem viel zu hohen Niveau.

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