Kruzifixe

Muss jetzt auch noch das Kreuz in unserer Landesfahne weg?

Kreuzzug der Freidenker

Kreuzzug der Freidenker

Nun kommt der nächste Frontalangriff auf die Kirche: Nach den Diskussionen über Kruzifixe in Klassenzimmern und Kreuzen auf Berggipfeln fordert eine Gruppe von Privatpersonen eine Bibelzensur für Kinder.

Lehrer wollen Kruzifixe aus den Schulzimmer verbannen und Freidenker unsere Bergkreuze verschwinden lassen. Jetzt stört sie sogar das Kreuz in unserer Schweizer Fahne. Was kommt als nächstes?

Die Toleranz des Schweizer Volks wird auf eine harte Probe gestellt. Und die Duldsamkeit vieler religiöser Menschen gegenwärtig hart geprüft. Kruzifixe, Bergkreuze und die Bibel: Alles soll abgeschafft werden.

In Triengen LU entfernte ein Lehrer auf Geheiss eines Vater das Kruzifix aus dem Schulzimmer. Danach wurde er entlassen.

«Wir sind gegen religiöse Symbole»

Die Freidenker-Vereinigung fordert, dass die Gipfelkreuze auf den Berggipfeln entfernt werden. Und dann wurde in «Blick» bekannt, dass ein Walliser Lehrer jetzt auch noch die Bibel zensieren will.

Der Co-Präsident der Schweizer Vereinigung der Freidenker, Stefan Mauerhofer, sagt: «Wir sind gegen religiösen Symbole, weil diese dem Fundament unseres Rechtstaates widerspricht, der Kirche und Staat trennt. Ein Kruzifix gehört nicht ins Schulzimmer, ebenso wenig ein Kreuz auf der Fahne.» Ihn stört insbesondere, dass die Schweiz zwar auf Menschenrechten und Demokratie basiert, aber die Religion von mehrheitsfähigen Symbolen beladen ist. Ginge es nach  ihm, wäre die Schweiz konfessionsneutral.

«Die Schweiz ist kein neutraler Staat»

Dem wiederspricht der Solothurner Nationalrat und Jurist Pirmin Bischof: «Die Schweiz ist kein neutraler Staat, was die Konfession angeht. Auch unsere Landeshymne trieft vor Christlichkeit, wenn man so will. Ganz zu schweigen von den unzähligen christlichen Feiertagen. Das soll so bleiben.» Mauerhofer übrigens singe bei der Landeshymne «nie» mit. Auch will er das Tanzverbot an religiösen Tagen abschaffen. Und wenn man schon dabei ist: Auch das Kreuz auf der Fahne behagt ihm nicht.

Nicht als Blödsinn, aber dennoch als Unfug tut dies Bischof ab: «Nicht nur Minderheiten, auch Mehrheiten haben religiöse Rechte. Neutrale Kreuze wie das Schweizer Kreuz sind doch in Ordnung.» (cls)

Mehr in der Sendung «Duell aktuell» am Montagabend auf Tele M1 um 18 Uhr.

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