MP3-Player_an_Schulen

MP3-Verbot an Aargauer Schulen: Seon macht es vor

Die Schulen der Stadt Zürich sagen MP3-Player und Handys den Kampf an. Ab nächstem Schuljahr dürfen sie auf den Schulhausarealen nicht mehr genutzt werden. Die Zürcher machen damit das, was im Aargau in Seon bereits gilt. An den restlichen Schulen im Kanton wollen die Schulverantwortlichen von solch drastischen Massnahmen vorläufig noch nichst wissen.

An den Schulen in Seon haben Handy und MP3-Players nichts mehr zu suchen. «Die Geräte sind bei uns während Schulzeit und auf dem Schulareal nicht gestattet», sagt Schulleiter Edwin Rohr. Selbst in Schullagern sind die Geräte verboten. «Die Schüller sollen die Geräte zuhause lassen», sagt Rohr.

Die Einhaltung des Verbots wird in Seon durch die Lehrperson kontrolliert. Die Seetaler stehen mit dieser Regelung im Kanton Aargau ziemlich alleine da.

Regeln im Umgang mit Handys udn iPods gibt es zwar an allen Schulen. In Baden müssen Schüler die Handys während der Unterrichtszeit und während den Pausen ausschalten. Diese Regel ist in der Schulordnung verankert. Die Lehrpersonen sind verpflichtet, bei Regelbruch die Handys zu konfiszieren. Die Schüler erhalten diese einen Tag später wieder zurück.

«Verbot hat sich bisher nicht aufgedrängt»

Ein Verbot für MP3-Player und andere elektronische Geräte habe sich bisher nicht aufgedrängt, sagt Alexander Grauwiler, Geschäftsleiter Schule Baden gegenüber a-z.ch.. «Wenn es zu einer Plage wird und den Unterricht stört, müssen wir darüber nachdenken», so Grauwiler.

Baden ist mit dieser Haltung nicht allein. Auch in Aarau ist ein Verbot von MP3-Playern, Handys und anderen elektronischen Geräten auf Schularealen zur Zeit kein Thema, wie Andreas Lüscher, interimistischer Schulleiter Kindergarten & Primarschulen Aarau erklärt. Gleiches gilt für die Schulen in Frick. «Ein generelles Verbot ist nicht vorgesehen», sagt Peter Boss, Leiter Primarschule. In Frick dürfen Handys und MP-Playern ausserhalb der Schulgebäude in den Pausen genutzt werden. Das gleiche Regime kennen die Schulen in Wohlen.

«Das Problem bei der Einführung von neuen Regeln ist einfach immer, dass diese dann auch kontrolliert werden müssen», sagt Grauwiler. Das verursache zusätzlichen Aufwand. Man muüsse sich das daher gut überlegen.
Dazu kommt laut Gauwiler, dass bei zunehmender Zahl der Regeln die Gefahr droht, den Überblick zu verlieren.

Was darf man eigentlich noch, was nicht? Die Lehrpersonen könnten mit dem Kontrollaufwand überfordert sein. «Sie haben bereits zahlreiche Aufgaben wahrzunehmen, da kann man ihnen nicht noch mehr Jobs aufhalsen», so der Geschäftsleiter Schule Baden. «In Baden versuchen wir die Schüler miteinzubeziehen. Beispielsweise über den Schülerrat.»

Abgesehen davon, haben sich die Zeiten geändert. «Früher hatte man vielleicht noch Angst vor Verboten. Heute ist das nicht mehr so», sagt Grauwiler.

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